Wir freuen uns, dass Sie sich für die Herschelschule interessieren! Für euch, liebe Viertklässler, ist dies sicher eine sehr aufregende Zeit: Bald werdet ihr eure Grundschulzeit beenden und eine weiterführende Schule besuchen!
Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen und euch die Herschelschule vorstellen.
Aufgrund der derzeitigen Lage findet unser Tag der offenen Tür in diesem Jahr digital statt. Weiter unten findet sich ein Begrüßungsfilm, in welchem wir Ihnen und euch erste wichtige Informationen geben. Ein weiterer Film stellt unseren Musikzweig vor.
Am Mittwoch, den 23. Februar 2022 bieten wirvon 16 bis 19 Uhr, die Möglichkeit, individuelle Beratungsgespräche an der Herschelschule zu führen.
Dazu müssen Sie sich über die E-mail-Adresse „anmeldung@herschelschule.de <mailto:anmeldung@herschelschule.de>“ anmelden. Es gilt die 3G-Regel.
Die Herschelschule spricht sich seit vielen Jahren ganz klar gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit undGewalt gegen Schutzlose aus. Seit dem 02. Mai 2001 trägt sie als zweite Schule in Hannover den Titel „Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage“ und führt regelmäßig gemeinsame Aktionen durch, die der Aufklärung und Stärkung der Toleranz dienen. In diesem Sinne wurden am 27. und 28.01.2022 in allen Jahrgängen Projekttage zum Thema „Schule der Vielfalt: für Respekt und Toleranz gegenüber sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität“ durchgeführt.
Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Und wie möchte ich von anderen gesehen werden? Diese und ähnliche Fragen stellen wir uns alle im Laufe unseres Lebens. Um diese Fragen für sich beantworten zu können, sind Kompetenzen wie Reflexion, Akzeptanz und Toleranz, Integration und Courage unbedingte Voraussetzung. Indem wir stets an uns selbst arbeiten, uns in unserem Denken und Verhalten beobachten und evtl. eingefahrene Verhaltensweisen ändern, setzen wir uns auch zu unseren Mitmenschen in Beziehung. Was gewinnen wir durch diesen oftmals langwierigen und anstrengenden Prozess? Wir lernen, sowohl sorgsam mit uns selbst als auch mit anderen umzugehen. Wir nehmen uns und unser Gegenüber in seiner Ganzheit an — egal welcher Herkunft, Religionszugehörigkeit oder Sexualität.
Ergebnisse einer schulinternen Evaluation zum Wohlbefinden der Schüler*innen, die im Herbst an der Herschelschule durchgeführt wurden, ergaben, dass sich viele Kinder und Jugendliche vermehrt mit ihrer sexuellen Identität beschäftigen und sich mehr Aufklärung, Austausch und Anerkennung wünschen. Dies nahmen sowohl Lehrkräfte als auch engagierte Schüler*innen zum Anlass, um zwei Projekttage zu planen. Ein halbes Jahr inklusive Fortbildungen benötigte die Planungsgruppe zur Vorbereitung. Je intensiver sich die Lehrkräfte und Schüler*innen in die Thematik einarbeiteten, desto bewusster wurden sie sich der Verantwortung. Dass es auch im Jahr 2022 noch viele Vorurteile, Ablehnungen bis hin zu Hass gibt, denen sich Menschen, die sich der LGBTQIA+-Bewegung zuordnen, täglich auseinandersetzen bzw. aushalten müssen, machte die Planungsgruppe sehr betroffen. Umso deutlicher wurde, wie feinfühlig dem Thema während der Projekttage begegnet werden musste. Gerade Jugendlichen, die auf der Suche nach sich selbst und oft noch unsicher bzgl. ihrer sexuellen Identität sind, muss im vertrauten Klassenverband ein geschützter Raum gegeben werden. Das setzte gleichzeitig eine Offenheit, Akzeptanz und Toleranz im gesamten Klassenverband aber auch Verschwiegenheit voraus. Eine Gratwanderung, die nicht immer leicht zu bewältigen war. Kontroverse Diskussionen wurden an den zwei Tagen viele geführt. Aber braucht es nicht diese, um neue und andere Ansichten zu erfahren? Um sich selbst in seinem Denken zu überprüfen und um sich (neu) zu positionieren?
Die Auseinandersetzung mit dem Projektthema ließ zumindest keinen unberührt: Sowohl den Pausengesprächen auf dem Schulhof als auch denen im Lehrerzimmer war zu entnehmen, dass der eigene Horizont erweitert oder gar geöffnet wurde. Dass das eigene Weltbild stets ausgebaut, überprüft und ggf. erneuert wird, wünschen wir uns. Denn:
Wir sind viele.
Wir sind bunt.
Wir sind vielfältig.
Text: Julia Mischke
Fotos und Beiträge: Emel Mamak, Limar, Al Sultan, Sophie Leinpinsel, Marie Hamard, Jana Schulz, Anna Schaub, Matthias Mischke
Auch zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres gibt es einige Dinge zu beachten, bevor Ihr die Schule betreten könnt:
Ab Mittwoch, 02.02.2022 bleibt es bis zum 04. März bei der täglichen Testpflicht!
Neu ist, dass nach den Zeugnisferien auch geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler der Testpflicht unterliegen. Davon ausgenommen sind lediglich Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung („Booster“-Impfung) erhalten haben.
Als „geboostert“ gelten hierbei Personen, die entweder dreimal geimpft sind oder zweimal geimpft plus genesen sind. Eine gute Übersicht dazu findet Ihr unter https://www.niedersachsen.de/assets/image/216846
Als ob Unterricht, Klausuren und Klassenarbeiten nicht schon genug wären — nein — die Herschels sind immer aktiv und kreativ, wenn es heißt, das Schulleben zu bereichern. Es folgt ein kleiner Rückblick.
Mitunter zählt der Monat Dezember zu einen der Monate, die am prallsten gefüllt sind. So stehen unzählige Klassenarbeiten, Klausuren und Vorabiturklausuren an sowie Konferenzen und Dienstbesprechungen. Aber abseits dieser eher anstrengenden Ereignisse gab es in diesem Monat auch sehr viel Schönes, das das Schulleben bereichert hat.
Zum ersten Mal gab es bei den Herschels einen digitalen Adventskalender, deren Türchen täglich über den schulinternen Messenger hochgeladen wurden. Gemäß dem Motto „sharing is caring“ wurden kleine Achtsamkeitsaufgaben und -übungen gestellt, um im oft stressigen Dezember wieder zur Ruhe zu finden und seiner Umwelt aufmerksam zu begegnen. Verbunden mit einer kleinen Bingo-Challenge treten alle Klassen gegeneinander an. Wir sind gespannt, welche Klasse einen Preis erhält. Und à propos Challenges: Die SV hat für die Jahrgänge 5-7 auch in diesem Jahr wieder zum traditionellen Dekorierwettbewerb „Wer hat den am schönsten geschmückten Klassenraum?“ ausgerufen. Bedingungen waren: Selbst Gebasteltes oder Gemaltes und der Verzicht auf Plastik. Die Jury hatte sichtlich Vergnügen am Bestaunen der Klassenräume und tat sich schwer mit der Preisvergabe. Dennoch gab es einen Gewinner: die Klasse 5B! Herzlichen Glückwunsch!!
Weiterhin rief die SV alle kreativen Köpfe auf, beim Schreibwettbewerb und/oder Malwettbewerb teilzunehmen. Damit dies den Freiwilligen nicht allzu leichtfällt, gab es auch hier wieder Vorgaben, die einzuhalten waren: das Herschellogo sollte erscheinen sowie ein Tannenbaum, Geschenke und Schnee. Gewinnerin des Zeichenwettbewerbs ist Juliette aus dem 7. Jahrgang und Siegerin des Schreibwettbewerbs ist Lara aus dem 8. Jahrgang. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für eure super Ideen! Wir hoffen, eure Bilder und Geschichten demnächst in der Schule ausgestellt zu sehen. Ein großes Lob geht ebenfalls an die SV, die mit viel Engagement unser Schulleben bereichert hat.
Wie alle Jahre wieder wurde auch in diesem Jahr derVorlesewettbewerb der 6. Klassen durchgeführt. Vielen Dank für das besondere Vergnügen, das du der Vorlesejury und dem Publikum bereitet hast, Yigit!
Und schließlich gab es noch einen letzten Wettbewerb, der schon Anfang November durch die Kunstlehrerin Anika Perlich angeleitet wurde: Für die diesjährigen Weihnachtskarten haben Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrgangs Bilder gemalt. Gewonnen hat Layla aus dem 5. Jahrgang. Danke, Layla, für das schöne Bild, das nun in vielen Haushalten erstrahlt!
Ausgewählte Klassen des 5. Jahrgangs nahmen im Rahmen des Sportunterrichts an einem Zirkusprojekt teil und stellten ihre akrobatischen Fähigkeiten unter Beweis. Angeleitet durch Zirkuslehrer konnten Einräder und Diabolos ausprobiert und auf einem Trapez geturnt werden. Das war doch mal Sportunterricht, wie man ihn sonst nicht hat!
Musikalisch hat in diesem Jahr der Musikzweig für besondere Überraschungen auf dem Schulhof in den großen Pausen gesorgt. Am 6. und 8. Dezember bereitete das Musikkollegium den Schüler:innen eine Freude und am 16. Dezember hatte die Marching Band ihren ersten großen Gig. Glücklicherweise durften in diesem Jahr auch wieder die Weihnachtskonzerte stattfinden — wenn auch leider ohne Eltern und weitere Angehörige als Zuschauer. Die Aufführenden konnten sich jedoch auf die Unterstützung ihrer Mitschüler:innen und Lehrer:innen verlassen. So traten natürlich die Bläserklassen der Jahrgänge 5-10 auf, aber auch verschiedene kleine Ensembles, der Chor der Herschelschule und das da capo orchestra. Als dann der Chor als ein ganz besonderes Highlight des Abends die altbekannten Weihnachtslieder „Jingle Bells“, „O du fröhliche“ und „Les langes dans nos campagnes“ zusammen mit dem Leistungskurs Musik und allen Musiklehrer:innen aufführten, wurde auch dem letzten Zuhörer im Publikum ganz weihnachtlich zumute.
Puh — da haben die Herschels mal wieder in allen Bereichen und auf allen Ebenen ganze Arbeit geleistet! Danke an die engagierte Schülerschaft und das aktive Kollegium, die das Leben an der Herschelschule Woche um Woche so unglaublich bereichern. Eine kleine Verschnaufpause haben wir uns aber alle redlich verdient.
Wir wünschen allen frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage, erholsame Ferien und einen guten Rutsch ins Jahr 2022!
Bleibt und bleiben Sie gesund!
Text: Anna Schaub, Julia Mischke
Fotos: Sophie Leinpinsel, Melina Schmidt, Anika Perlich, Julia Mischke
Hallo Joy, Ava, Bella und Tugba. Könnt ihr den Leser*innen zunächst erklären, was ihr beim Zirkusprojekt macht?
Ava: Gerne! Beim Zirkusprojekt kann man sich aussuchen, welche Geräte man gerne erlernen möchte. Alex, unser Trainer, zeigt uns dann verschiedene Übungen, die wir ausprobieren können.
Du hast die Geräte angesprochen. Welche kann man denn im Zirkus lernen?
Tugba: Es gibt eine sehr große Auswahl. Z. B. kann man auf einer Kugel balancieren, Einrad fahren und am Trapez turnen.
Bella: Ja! Außerdem kann man sich das Diabolo und die Devil-Sticks gegenseitig zuwerfen und mit Bällen oder Tellern jonglieren.
Ist die Zusammenarbeit wichtig?
Joy: Ja natürlich, dass ist eigentlich das Wichtigste!
Ava: Genau, denn zum Zirkus gehört auch, dass man zusammenarbeitet. Wenn jemand etwas nicht schafft, dann wird man von den anderen unterstützt, um sein Ziel zu erreichen.
Bella: Ich finde es auch sehr wichtig, dass man sich gegenseitig tröstet, wenn man etwas nicht gleich schafft und traurig wird. Umso schöner ist es, wenn es anschließend klappt!
Was war dein bester Moment während des Projekts?
Joy: Als ich von der Kugel gefallen bin und meine Freunde dann so getan haben, als wären sie auch gefallen. Dann haben wir alle gelacht.
Ava: Mein bester Moment war, als ich mit meinem Trapez-Team die Choreografie einstudiert habe. Wir hatten total viel Spaß dabei und haben viel gelacht.
Tugba: Ich kann jetzt auf der großen Kugel balancieren. Das hätte ich nie gedacht.
Was wünscht du dir für die Zukunft?
Joy: Dass jeder seine Aufführung meistert.
Ava: Dass wir das Zirkusprojekt noch einmal wiederholen.
Bella: Dass ich später auch einmal wie Alex als Zirkuslehrerin arbeite.
Am Donnerstag, dem 16.12.2021 in der zweiten großen Pause, war es endlich so weit! Die Marching Bandder Herschelschule hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt.
Wenn kleine Schülergruppen mit Instrumenten wie Klarinetten, Trompeten und Saxophonen durch das Schulgebäude laufen, ist dieser Anblick in der Herschelschule schon längst keine Besonderheit mehr. Als Gymnasium mit Musikzweig gehört es quasi „zum guten Ton“, mit seinem Instrument in die verschiedensten Proberäume zu laufen. Dass aber bis zu 60 Schüler:innen mit ihren Blasinstrumenten und riesigen Trommeln, die um den Körper geschnallt werden, durch die Gänge auf den Pausenhof gehen, ist (noch) ein besonderes Ereignis und zieht alle Blicke auf sich. So hatte die Marching Band, die ihren ersten öffentlichen Auftritt auf dem Fußballplatz startete, bereits vor dem ersten erklingenden Ton viel Publikum um sich geschart. — Und es wurde nicht enttäuscht! Die Band unter der Leitung der Musiklehrer David Borges, Simon Köller und Johannes Gruber startete einen Marsch quer über den Schulhof und lieferte schließlich vor der Mensa eine Performance mit Choreografie des Pop-Titels „Bang Bang“ ab.Immer mehr Zuhörer:innen versammelten sich um die Marching Band. Sogar die Schüler:innen des 11. Jahrgangs, die in der Mensa eine Klausur schreiben mussten, waren von der Musik ganz gebannt und vergaßen für einen Moment die Mathematik-Aufgaben.
Unter Begleitung der gesamten Schülerschaft setzte die Marching Band ihren Gig fort und endete wieder, pünktlich zum Unterrichtsbeginn, auf dem Fußballplatz. „Das hat Spaß gemacht“, schwärmt ein Mitglied der Band. Und eine Bläserklassenschülerin des 5. Jahrgangs fragte mit leuchtenden Augen: „Werden wir da auch mal mitspielen?“ Insgesamt also ordentlich Rambazamba und ein gelungener Start der Marching Band der Herschelschule, der Lust auf mehr macht!
Ein echtes HIGHLIGHT in dieser trüben dunklen Jahreszeit war der 15. Dezember an der Herschelschule: Denn in unserer vorweihnachtlich geschmückten Schülerbibliothek trafen sich die Vorleserinnen und Vorleser aus den vier 6. Klassen, die am Schulentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des deutschen Buchhandels teilnehmen wollten: Fatma, Eren (beide 6a), Nada, Yigit (6b), Sudenaz (leider erkrankt), Philip (6c), Loresa und Naim (6m). Alle brachten noch eine Mitschülerin oder einen Mitschüler ins Publikum mit. Nachdem die Jury – unsere Schulleiterin Frau Kamlah, Ashley aus dem Deutsch-Leistungskurs in Jahrgang 13 und unsere Jahrgangsleiterin 5/6 Frau Eckermann – ihre Plätze eingenommen hatte, begannen die Vorleserinnen und Vorleser in der vorher ausgelosten Reihenfolge ihre Bücher vorzustellen und lasen ihre im Vorfeld ausgesuchte und eingeübte Textstelle vor. Allerdings wurde die atemlos gebannte Stille im Publikum während der Lesevorträge immer mal wieder durch kalte Zugluft und den durch die geöffneten Fenster hereindringenden Straßenlärm etwas getrübt, … Corona forderte eben auch hier Tribut. Am Ende musste ein „Stechen“ unter den 4 allerbesten der ohnehin schon besten Vorleserinnen und Vorleser aus den vier 6. Klassen durchgeführt werden, um die Schulsiegerinnen und Schulsieger zu ermitteln: Naim, Fatma, Loresa und Yigit mussten noch einen sogenannten „Fremdtext“ vorlesen, also aus einem für sie bis dahin unbekannten Buch eine nicht vorbereitete, fremde Textstelle vortragen. Als auch diese schwierige Hürde gemeistert war, fällte die Jury ihre nicht einfache Entscheidung: 3. Platz: Loresa Tahiri (6m), 2. Platz: Fatma Zeren (6a) und den 1. Platz erreichte Yigit (6b) und ist damit unser SCHULSIEGER. Frau Kamlah gratulierte den Vorleserinnen und Vorlesern und überreichte allen eine kleine Aufmerksamkeit zusammen mit einem Schokoladenweihnachtsmann. Die Schulsieger/innen bekamen als Preis jeweils noch einen Buchgutschein geschenkt.
Unserem Schulsieger Yigit wünschen wir viel Glück und Erfolg in der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs beim Regionalentscheid aller Hannoverscher Gymnasien, der Ende Februar ausgetragen werden soll.
Schön, dass unsere Deutschkolleginnen Frau Hamard, Frau Stolpe-Tuncay, Frau Winter sowie Herr Bruns mit ihrem unterrichtlichem Engagement so ein HIGHLIGHT möglich gemacht haben.
Im vergangenen Frühjahr, als das schulische Leben noch ausschließlich in den eigenen vier Wänden stattfand, richtete der Bezirksrat einen digitalen Kinder- und Jugendrat ein. Die Herschelschülerinnen Alida Ramovic und Marzena Kotzur traten diesem bei und konnten innerhalb kurzer Zeit Erfolge für den Stadtteil verbuchen.
Der digitale Kinder- und Jugendrat wurde im März 2021 auf Initiative der SPD-Fraktion ins Leben gerufen, der vom Verein „Politik zum Anfassen“ im Rahmen eines Workshops durchgeführt wurde. Ausgangspunkt dieses Projekts war die unumstrittene Tatsache, dass Kinder und Jugendliche in der Pandemiezeit zwar vor viele Probleme und Herausforderungen gestellt worden sind. Statt aber mit ihnen gemeinsam zu sprechen und ihnen genügend Gestaltungsraum zu geben, wird vielerorts nur über die junge Generation gesprochen. Dem sollte in diesem Modellprojekt entgegengewirkt werden.
„Wir haben eine Einladung vom Stadtbezirk bekommen, um an einem Workshop teilzunehmen, der die Sicht und Situation der Jugendlichen in der Corona-Pandemie thematisiert hat.“, erinnert sich Marzena Kotzur, damals im 11. Jahrgang und Mitglied der SV. „Der Workshop verlief über zoom und es haben Schüler:innen aus unterschiedlichen Jahrgängen und Schulen teilgenommen. Dort haben wir uns ausgetauscht und kamen zum Ergebnis, dass die Jugendlichen sehr unterrepräsentiert und kaum beachtet wurden, wenn es um die Corona-Regelungen sowie weitere politische Entscheidungen geht.“
Ein Vorschlag des Kinder- und Jugendrats, der anschließend im Bezirksrat einstimmig beschlossen wurde, ist die Errichtung geeigneter und attraktiver Treffpunkte für Jugendliche.
Ein leider nicht ungewohntes Bild, das sich auch im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide zeigt, wird skizziert: Auf den zahlreichen Spielplätzen liegen leere Glasflaschen, Scherben, Zigarettenkippen und sonstiger Müll. Nachts fühlen sich viele Anwohner:innen durch randalierende und grölende Jugendliche gestört. Eine Ursache dafür sind fehlende, altersgemäße Treffpunkte für Jugendliche. Dass Spielplätze nicht mehr die entsprechenden Orte sind, an denen man seine Freizeit gemeinsam verbringen möchte, liegt auf der Hand. Doch ansprechende Angebote für Ältere gibt es nur selten bis gar nicht. Die Wertschätzung fehlt. So werden Orte, die für eine deutlich jüngere Zielgruppe ausgerichtet ist, schnell zum Zielpunkt der Randale.
In gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und dem Kinder- und Jugendrat sollen Standorte in Parks oder auf Plätzen ermittelt werden, in denen Treffpunkte für Jugendliche zu errichten sind. Altersentsprechende und festangeordnete Sitzmöglichkeiten sowie Tische, Abfalleimer mit geschlossener Bauweise, sportliche und intakte Angebote wie Bolzplätze und Basketballfelder bzw. -körbe sind die Wünsche und Vorstellung der Jugendlichen.
„Mir persönlich hat der Workshop sehr gut gefallen. Man hat sich ernst genommen gefühlt. Der Austausch zwischen den Schüler:innen war gut, da wir innerhalb des Workshops noch in kleinere Gruppen unterteilt worden sind, sodass jede:r zu Wort kam.“, so das Resümee von Marzena und sie fügt hinzu, dass ein weiterer Workshop in einer ähnlichen Form stattfinden sollte. „Zum einen hat es etwas bewirkt und zum anderen entstehen immer neue Probleme, die man durch eine gute Zusammenarbeit aufgreifen und bearbeiten kann.“
Dieses Jahr wurden die Schülerinnen und Schüler der Herschelschule am 06. Dezember nicht nur in den Klassenzimmern überrascht. Für einen schönen gemeinsamen Moment haben sich die Musiklehrkräfte zum Nikolaus etwas ganz Besonderes ausgedacht.
Der schulische Alltag ist vor allem vor den Weihnachtsferien gefüllt mit Klassenarbeiten, (Vorabitur-)Klausuren, Referaten,… die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Da tut es nur gut, wenn man in den Pausen etwas abschalten und zur Ruhe kommen kann. Doch so oft gelingt das gar nicht. Oft werden noch Absprachen für die nächste Stunde und/ oder den Tag getroffen, der eine oder die andere hetzt noch mal zum Lehrerzimmer oder zum Sekretariat, um etwas Dringliches zu organisieren und gegessen werden muss ja auch noch!
Das Musikkollegium wollte daher pünktlich zum Nikolaus etwas mehr Besinnlichkeit und Weihnachtsstimmung in den Schultag bringen. Pünktlich zur zweiten großen Pause standen die sieben Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten auf dem Schulhof und spielten ein „Best-of“ der Weihnachtslieder. Den Schülerinnen und Schülern bereitete diese Überraschung sichtlich Freude. Nach großem Applaus und herzlichem Dank ging jede*r gut gelaunt in seinen Unterricht. Das schreit doch geradezu nach einer Fortsetzung, oder?
Das Herschel-Schulgarten-Team ackert sich durch eine weitere Gartensaison und schaut zurück auf das zweite erfolgreiche Jahr gemeinsamen Arbeitens im Schulgarten.
Auch im 2. Projektjahr des Bildungsprogramms „GemüseAckerdemie“ des gemeinnützigen Vereins Ackerdemia e.V. ist unser Herschel-Schulgarten ein Platz abseits von Leistungsdruck, Lernplänen und Schulstress. Hier wird mit bloßen Händen in der Erde auch noch die letzte Kartoffel ausgebuddelt, bei der Nachsaat die Perfektion über Bord geworfen (gerade Linien kann ja jeder), der Kopf an der frischen Luft durchgepustet und Schüler*innen zum Chef erklärt. Klar, Regeln gibt es bei uns auch, aber auf deren Einhaltung achten schon lange nicht mehr in erster Linie wir Lehrkräfte. Der selbst ernannte Chef unseres Teams geht in die 7. Klasse.
Die wichtigste Regel bei uns ist jedoch, dass wir im Miteinander unseren Acker gemeinsam pflegen und dies tun wir jeder nach den eigenen Fähigkeiten. Dabei überwinden einige ihre Komfortzone, indem sie sich trotz schlechten Wetters oder brennender Sonne auf dem Acker an die wöchentliche und ermüdende Arbeit des Grubberns machen. Andere entdecken neue Talente beim Kochen von z.B. Kürbissuppe und wieder andere lernen ein Gefühl für die Pflege unserer Gemüsepflanzen zu entwickeln, indem sie ihre eigenen Kräfte eben auch mal zügeln müssen. Eins ist aber sicher, hier können sich alle ausprobieren, selbst gestalten und Erfahrungen aus erster Hand sammeln. Das stärkt das Selbst- und Verantwortungsbewusstsein!
Dabei ist Kooperation besonders wichtig, denn eine*r allein erreicht bei 12 Beeten von 4 bis 8 m Länge recht wenig. Alle Hände packen an, übernehmen unterschiedliche Aufgaben und treffen sich am Ende beim Säubern der Werkzeuge und dem Erfahrungsaustausch wieder. Im besten Fall sind diese Hände am Ende unserer AG-Zeit schmutzig, der dazugehörige Kopf ein bisschen freier und der Körper ein bisschen wohltuend müder sowie der eigene Stoffbeutel gefüllt mit der Tagesernte. Durch die gemeinsame Arbeit auf dem Acker ist unser sozialer Zusammenhalt enorm gewachsen. Es ist schön, gemeinsam mit euch Schüler*innen abseits vom Klassenzimmer zusammenzuarbeiten, etwas, dass im normalen Schulalltag – aber besonders in Corona-Zeiten – leider zu wenig Raum bekommt.
Und so haben wir uns im März und April diesen Jahres zunächst leider ohne Schüler*innen von mit Gras überwucherten Beeten zu akkuraten Reihen von Kresse, Mangold, Radieschen, Roter Beete und Knollensellerie geackert, um schließlich bei der 2. Pflanzung im Mai den Großteil der Kulturen – z.B. Kürbis, Tomaten, Zucchini und verschiedene Bohnensorten – zur großen Freude aller wieder gemeinsam mit der gesamten AG anzulegen. Mit den ersten warmen und vor allem sonnigen Frühjahrstagen wuchsen auch unsere Pflanzen kräftig und im Juni/Juli platzte unser Schulgarten förmlich aus allen „Beeten“. Während wir nach erntereichen AG-Stunden unsere berühmte Mangoldpizza im Garten verdrückten, wurden Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. Mit dem Ende des Schuljahres und der Verabschiedung der Abiturient*innen mussten wir uns jedoch schweren Herzens von gleich drei unserer fleißigen Gärtner*innen verabschieden, die uns stets durch ihren Tatendrang unterstützt und Begeisterung erfreut haben. Unser Gründungsmitglied Hüma (ehemals Q2) ließ es sich jedoch nicht nehmen trotz vollem Terminkalender die Gartenpflege in den Sommerferien zu übernehmen. Dank ihrer liebevollen Pflege sowie der unserer „AckerBuddies“ Emily (ehemals 10M), Frau Thunert und Frau Krause überlebte unser Garten die Hitze der Sommerferien und erfreute uns mit abermals praller Ernte im September. Ergänzt durch die Nachsaat von Feldsalat, Spinat und Chinakohl waren wir im September und Oktober hauptsächlich mit der Pflege, aber vor allem dem Verarbeiten unseres Gemüses beschäftigt, sodass wir unser Erntedankfest mit reichlich Kürbissuppe, Kartoffel- und Kürbisspalten sowie Rohkost bei bestem Wetter feierten. Nun folgte die „NachAckerzeit“ (Oktober-Dezember), die geprägt war von der Vorbereitung auf die nächste Gartensaison: vom Mulchen, für einen nachhaltig fruchtbaren Schulgarten-Boden, der Inventur unserer Werkzeuge und Zäune, dem Hecken- und Baumschnitt, über den Bau von Brutkästen und Sitzgelegenheit sowie gemütlichen Filmstunden.
Wir hoffen, dass in unserem Schulgarten zukünftig nicht nur unsere kleinen bis großen Gemüsepflanzen kräftig gedeihen, sondern auch unser Schulgarten-Team weiter wächst. Wie drückte es ein AG-Mitglied aus? „Wir sind ein gutes Team, wir halten zusammen“ – auch in der Ackersaison 2022!
Euer Herschel-Schulgarten-Team
Text: Anna Schaub
grubbern: Auflockern der Erde zur besseren Durchlüftung sowie Wasserversorgung
mulchen: trockenes Mulchmaterial (Herbstlaub und trockene Zweige) gegen Unkräuter, als Frostschutz und für die Versorgung mit Humus und Nährstoffen gleichmäßig und großzügig auf dem Acker verteilen