Was nimmt man am Ende von 3 Jahren GeoPhysik-Profil eigentlich mit ins Leben?

Dieser Frage stellte sich im letzten Schuljahr der Profilkurs 10. Die meisten der 18 Schüler*innen zeigten das größte Interesse beim Aufarbeiten der hoch aktuellen Themen Klimawandel, Extremwetterphänomene und Klimaanpassungen, welche zuletzt differenziert in den vier Profilstunden, aber auch im regulären Erdkundeunterricht, sowie teilweise im Physikunterricht und durchaus auch in Werte und Normen behandelt wurden.

Im Rahmen der Profilstunden fertigten Schüler*innen z.B. Modelle, welche sich wirklich sehen lassen können. Müberra und Irem zeigen, welche Treibhausgasemissionen es gibt, die den menschengemachten Treibhauseffekt verstärken und zur Erwärmung des Klimas beitragen: neben dem natürlichen Treibhausgas Wasserdampf, gibt es den Hauptverursacher Kohlenstoffdioxid (CO2), durch z.B. Verkehr, Industrie und Waldbrände. Aber auch Methan (CH4) und Lachgas (N2O), welche z.B. durch intensive Viehhaltung und Düngemittelgebrauch entstehen, spielen eine entscheidende Rolle.

Eine Erwärmung des Klimas sorgt für mehr Energie im System, wodurch Extremwetterereignisse wie Starkregen und Stürme zunehmen werden. Extreme Hitze wurde diesen Sommer in Südeuropa besonders spürbar. Vor allem in den Städten werden Menschen, Tiere und Pflanzen darunter stärker belastet. Durch die Bauweise der Städte kommt es gerade dort zur Entstehung von Hitzeinseln. Diese Orte weisen eine deutlich höhere Temperatur auf als ihre Umgebung. Solche Hitzeinseln gibt es auch an der Herschelschule. Matija ging ihnen mit einer Wärmebildkamera auf die Spur und erklärt gelungen in seiner Ausarbeitung, wodurch sie entstehen und was man dagegen tun sollte.

Die Gruppe um Emma, Ece, Alexander, Simran und Antonia erstellten auf dieser Grundlage ein Modell der Herschelschule. Sie wollten zeigen, wie das Gebäude und das Gelände verändert werden müssten, um für die zukünftig höheren Temperaturen angepasst zu sein und wie Hitzeinseln vermieden werden können: Ein hellerer Außenanstrich der Fassade erhöht z.B. das Rückstrahlungsvermögen. So wird Sonnenlicht stärker reflektiert und heizt nicht zusätzlich das Gebäude auf. Eine Dachbegrünung, sowie vertikale Gärten können als Kohlenstoffdioxidsenken CO2 binden und Sauerstoff produzieren. Da Pflanzen außerdem Wasser verdunsten, kühlen sie ihre Umgebung. Der Wasserlauf auf dem Schulhof und rund um den Fußballplatz trägt durch Verdunstung ebenso zur Kühlung der Umgebung bei.

Die GeoPhysik Schüler*innen haben nun Theorie aufgearbeitet und Vorschläge für Klimawandelanpassungen gemacht. Nun wäre es nötig, dass Aktionen folgen. Wir sind gespannt!

Text: Johanna Hort

Hier findet Ihr mehr Informationen zum Thema „Temperaturen in der Herschelschule“