Milizen in Malea: Herschelschule sucht friedliche Lösung

Malea ist eines der größten Länder Afrikas. In der Provinz Lufar kommt es regelmäßig zu Unruhen, die Rebellenorganisation „Freies Lufar“ kämpft gegen die Zentralregierung für mehr Unabhängigkeit in ihrer Region. Maleas Milizen gehen gegen Rebellen und Zivilisten in Lufar mit brutaler Gewalt vor. Mittlerweile wird die Zahl der Todesopfer auf 400.000 geschätzt. Malea und Lufar sind fiktive Regionen des Planspiels „h.e.l.p.“ Der geschilderte Konflikt ist leider in vielen Ländern dieser Welt bittere Realität.

Wie können wir uns für mehr Menschlichkeit einsetzen? Mit dieser Frage beschäftigen sich zurzeit zwei Werte und Normen-Kurse aus Q1 und Q2 der Herschelschule. Im Rahmen der Kampagne „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes (JRK) im DRK-Landesverband Niedersachsen nehmen sie am Freitag, den 16.12.16 und Montag, den 19.12.16 dem Planspiel „h.e.l.p.“ teil. „Wir wollen erreichen, dass unsere Schüler sich stärker mit humanitären Ideen auseinandersetzen. Dafür ist es sehr wichtig zu lernen, sich in andere hineinzuversetzen und Situationen nicht nur aus der eigenen Perspektive zu betrachten“, sagen Nina Reinecke und Anja Klein, die Kursleiterinnen.

„h.e.l.p.“ steht für „Humanitäres Entwicklungs- und Lernprojekt“ und ist ein anspruchsvolles politisches Planspiel für 14 bis 30 Spieler ab 15 Jahren. Ziel ist es, dass die Schüler gemeinsam eine Lösung für einen Konflikt finden, bei dem das Humanitäre Völkerrecht verletzt wird. Das Planspiel befasst sich mit vielfältigen Bereichen, unter anderem mit Ressourcenkonflikten, Handelsbeziehungen und dem Thema soziale Gerechtigkeit. Das Planspiel wird von zwei Schülern angeleitet, die sich dafür extra auf einem Wochenendseminar haben ausbilden lassen. Nur durch das außerordentliche Engagement von Vua Tien Lam und Andrey Bograchevskiy konnte das komplexe Planspiel bei uns an der Schule umgesetzt werden. Ihnen dafür ein großes Dankeschön!

In der anderen Phase der Kampagne müssen die Schüler ein eigenes soziales Projekt auf die Beine stellen. Der Werte und Normen-Kurs von Frau Reinecke hat hier schon erfolgreich ein Nachbarschaftsprojekt mit der Flüchtlingsunterkunft durchgeführt über das an anderer Stelle noch genauer berichtet wird.

Ziel der JRK-Kampagne ist es, Jugendlichen die Inhalte des Humanitären Völkerrechts zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, Solidarität mit Schwächeren zu üben. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Schulen die Auszeichnung „Humanitäre Schule“. Schirmherr der Kampagne ist DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Wir hoffen, im Sommer unser Zertifikat zu erhalten und werden natürlich darüber berichten!

Nina Reinecke

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