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Sára Gombai erhält START-Stipendium

Am 23.09.2018 war es endlich soweit. Elf Jugendliche, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, erhalten ein START Schülerstipendium und damit sowohl eine finanzielle und ideelle Förderung, die ihnen dazu verhelfen kann, ihre Talente und Fertigkeiten weiter zu entfalten. Sára Gombai (9m) von der Herschelschule hat sich dem mehrstufigem Bewerbungsverfahren gestellt und es geschafft: Sie ist neue Stipendiatin der START-Stiftung.

Seit über 16 Jahren fördert die START-Stiftung die Integration von jugendlichen Migranten und Zuwanderern mit diesen Begabtenstipendien. Die Förderung ist für junge Menschen aus aller Welt, die seit höchstens fünf Jahren in Deutschland leben.

Zum Programm gehören Seminare und Workshops zur Berufsvorbereitung, Stärkung der Persönlichkeit, aber auch gesellschaftlich relevante Themenseminare. Michael Okrob, Geschäftsführer der START-Stiftung, erklärt dazu: „Unsere START-Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen ihre Neugierde und ihre Tatkraft weiter entfalten sowie ihr kritisches Denken weiterhin für die Mitgestaltung der Gesellschaft nutzen.“

Der Kultusminister, Grant Hendrik Tonne betont zudem, dass junge Zuwanderer eine Bereicherung für Deutschland seien und dass Bildung und Sprache die wichtigste Ressource für gesellschaftlichen Erfolg sei.

Von der Herschelschule konnten sich in der Vergangenheit bereits zwei andere ehemalige Sprachlernschüler erfolgreich für das Stipendium erwarten. Neben Fares Dawier und Anas Ibrahim ist Sára Gombai nun die dritte START-Stipendiatin, die unsere Schule bundesweit repräsentieren darf.

Wir sind sehr stolz auf dich!

„Als die Römer frech geworden“ – Exkursion zum Austragungsort der berühmten Varusschlacht

Am 21.06.2018 machten sich gleich drei Lateinkurse (Jahrgang 7, 9 und 10) in Begleitung von Frau Klatt, Frau Beushausen und Herrn Egermann auf nach Kalkriese, um mehr über den legendären Sieg der Germanen unter der Führung des Arminius über den hochdekorierten General Publius Quintilius Varus zu erfahren.

Diese Niederlage im Jahre 9 n. Chr. war für die Römer so verheerend, dass sie es niemals schaffen sollten, sich östlich und nördlich des Rheins mit ihrer Einverleibung der Provinz Germanien in das römische Imperium zu etablieren.

Die Nachricht über die clades Variana soll dem damaligen Kaiser Augustus im Übrigen beim Mittagsmal überbracht worden sein, sodass ihm prompt ein Bissen im Halse stecken blieb und er in einer Art Erstickungsanfall die Worte röchelte: „Quintili Vare, legiones redde!“ (Quintilius Varus, gib mir meine Legionen zurück!“)

Auf der einen Seite müssen wir Arminius (auch bekannt unter dem Namen Herrmann der Cherusker) durchaus dankbar sein – denn wer weiß, wie es heute in unserer Heimat Niedersachsen aussähe. Andererseits ist er auch dafür verantwortlich, dass die Lateinschüler sonst immer stundenlange Busfahrten in den Süden ertragen müssen beispielsweise nach (Xanten, Köln oder Trier), um auf den Spuren der Römer in Germanien wandeln zu können.

Dieses Mal ging es gen Westen, die Fahrt dauerte nicht einmal zwei Stunden und unseren Lateinern wurde vor Ort einiges geboten: So durften sie Zeugen von Ausgrabungen werden, die in Kalkriese stetig fortgeführt werden, und somit hatten Sie die Gelegenheit, echten Archäologen live bei der Arbeit zuzusehen.

Darüber hinaus gab es eine Führung über einen Abschnitt des Schlachtengeländes, bei der die Schüler eine actionreiche Erstürmung eines Verteidigungswalls der Germanen nachstellen konnten.

Neben dem obligatorischen, jedoch sehr informativen und ansprechend aufbereiteten Museumsbesuch boten zahlreiche Workshops Gelegenheit, in das Alltagsleben der alten Römer und Germanen hineinzuschnuppern.

Klasse 7 bewies dabei außerordentliches Talent beim Feuerschlagen, der 9. Jahrgang stellte eigene Gemmen in Form von Broschen und Anhängern kunstfertig her und der 10. Jahrgang war extrem modisch unterwegs, wovon man sich auf dem beigefügten Foto überzeugen kann. Besonders Mark macht in der Vollmontur eines römischen Legionärs eine gute Figur. Der arme Kerl hatte allerdings mit mehr als 30 Kilogramm Gewicht der Ausrüstung (und das war nur die absolute Minimallast) einiges zu schleppen.

Unser Schülersprecher Yunis nahm es mit Humor, wie man sehen kann. Er meldete sich nämlich überschwänglich für die Rolle des wichtigsten Mannes im römischen Kaiserreich. Er staunte allerdings nicht schlecht, als ihm dann die einfache Tunika eines Sklaven zum Anlegen überreicht wurde.

Überragende Leistungen beim Jahrestreffen von Forschergeist

Wie auch im letzten Jahr stellte die Kurt-Alten-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ForscherGeist e.V. Preise für besonders interessierte und engagierte Schülerinnen und Schüler bereit. Diese haben die von ihnen gewählten Kursthemen wissenschaftlich ausgewertet und schlussendlich präsentiert.

Zehn Teilnehmer des Kurses Elementarteilchenphysik (unter der Leitung von Herrn Dr. Jenztsch) erhielten diesmal den Kurt-Alten-Forschergeist-Preisin Höhe von  je 500€ gleich zweimal, da sie sich mit folgenden Kursinhalten beschäftigten und eine Dokumentation von jeweils 20 Seiten abgegeben haben:

1. Die Entdeckung und Bedeutung der Elementarteilchen 

Preisträger: Julian und Jan-Philip Bücker vom Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium, Emre und Kaan Gevrek (10M) und Kaya Tuncer (10M) aus der Herschelschule.
 2. Kosmologische Problemstellungen

Preisträger: Michael Czech (Abiturient), Yunis Foß (Q1), Karol Peters (Q2) und Mertcan Weiser (10C) aus der Herschelschule sowie Felix Waldstein vom Gymnasium Lehrte.

Doch vor der Laudatio und der Preisverleihung mussten die Teilnehmer der Kurse ihre Ergebnisse vor dem Publikum, bestehend aus Eltern, Freunden und interessierten Zuhörern präsentieren.

Dabei konnten die Mitglieder des Elementarteilchenkurses durch ihren kompetenten, professionellen und leidenschaftlichen Vortrag überzeugen. Nur der Absturz des Computers konnte die Redner von einer längeren Redezeit abhalten.

Natürlich war dies nicht der einzige Kurs, welcher seine Ergebnisse präsentiert hat. Die anderen Teilnehmer beschäftigten sich beispielsweise mit dem Weg der Milch, mathematischen Rätseln und Knobeleien oder dem binären Zahlensystem.

Nachdem der Vorsitzende der Kurt-Alten Stiftung, Herr Prof. Dr. Ulrich v. Jeinsen, die Arbeiten aller Gruppen in seiner Rede gewürdigt hatte, wurden die Urkunden von Frau Sabine Alten an die Preisträger überreicht.

Unter der Leitung von Frau Maier (Herschelschule) wurde das ForscherGeist-Jahrestreffen musikalisch untermalt. Dabei spielten mehrere der Teilnehmer des Elementarteilchenkurses in verschiedenen Kombinationen schulübergreifend zusammen.

Auch im laufenden Schuljahr wird wieder ein Kurs mit physikalischem Thema (Big Bang, Big Rip, Big Freeze und Big Crunch) in der Herschelschule stattfinden, zu dem sich bereits viele Teilnehmer des Elementarteilchenkurses angemeldet

(Jan-Philip und Julian Bücker, Michael Czech, Emre und Kaan Gevrek, Karol Peters und Felix Waldstein).

Mehr Informationen zu Forschergeist finden Sie unter: http://www.forschergeist-ev.de/

Große Anerkennung: Die Arbeit unseres Schülerlotsenteams!

Wer glaubt, es gäbe nicht für alles einen Wettbewerb, der hat sich getäuscht: auch für unsere Schülerlotsen, die morgens an der Kreuzung stehen und für ein sicheres Ankommen in der Schule sorgen, gibt es einen Landes- und sogar einen Bundeswettbewerb. Andreea Borsov hat teilgenommen und ist eine der besten 15 Schülerlotsen Niedersachsens geworden – herzlichen Glückwunsch!

Und was noch toll war: Der Wettbewerb war mit einem interessanten Rahmenprogramm verbunden! Am 14.06.2018 sind wir bei schönstem Wetter morgens nach Wolfsburg in die Autostadt gefahren. Dort angekommen, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Insektenroboter gebaut. Anschließend gab es ein leckeres Mittagessen und den eigentlichen Wettbewerb. Danach war Freizeit in der Autostadt angesagt, und so konnten wir im Zeithaus die Entwicklung des Automobils an den vielen ausgestellten Autos nachvollziehen. Auch Porsche, Lamborghini und Audi beeindruckten mit ihren Pavillons. Bei der Preisverleihung gab es neben den Urkunden auch kleine Geschenke und leckeren Kuchen. Es blieb uns noch ein wenig Freizeit, die wir nutzten, um in den Autotürmen sehen zu können, wie die Autos für die Auslieferung an ihre zukünftigen Besitzer geparkt und wieder auf die Reise geschickt wurden, bevor auch wir dann wieder die Heimreise antraten.

Es war also vor allem ein toller Tag und eine dicke Belohnung für unsere Schülerlotsin, die sich bei jedem Wetter morgens äußerst zuverlässig für uns alle eingesetzt hat. Vielen Dank, Andreea – und natürlich auch allen anderen Schülerlotsen, die dieses Mal leider nicht teilnehmen konnten! Dafür war der Ausflug mit Euch allen zur Flughafenführung auch ein toller Tag!

„Aktion sicherer Schulweg“ – so heißt das große Fest am Neuen Rathaus, das am Sonntag, den 12.08.2018 gefeiert wurde. Mit dabei: drei unserer Schülerlotsinnen! Warum? Unser Kultusminister Herr Tonne hat ihnen seinen Dank für ihr Ehrenamt ausgesprochen und eine Urkunde überreicht. Wir wissen alle sehr zu schätzen, was unsere Schülerlotsen leisten und freuen uns umso mehr, dass auch die Politik das so sieht!

Herzlich willkommen neue Herschels!

Herzlich willkommen neue Herschels!

Vier Klassen, acht Lehrerinnen und Lehrer und ganz viele aufgeregte Gesichter neuer Schülerinnen und Schüler.

Am Freitag, den 10.08.2018 wurden die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler im Rahmen einer kleinen Einschulungsfeier an unserer Schule freundlich empfangen. Begrüßt wurden sie herzlich von unserer Schulleiterin Frau Kamlah und unserem Koordinator der Sek I, Herrn Nospers, die sich mit ihren Reden an die neuen Herschelschülerinnen und Herschelschüler gewendet und ihnen viel Freude an ihrer neuen Schule gewünscht hatten.

Für etwas Abwechslung und noch mehr Stimmung sorgte zwischendurch die Klasse 7m unter der Leitung von Herrn Derscheid mit fantastischen musikalischen Darbietungen. Die neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer wurden bei einigen Interviews und Spielen, die von den Patinnen und Paten organisiert wurden, näher vorgestellt und ihren Profilklassen spielerisch zugewiesen.

Im Anschluss daran wurde jede Schülerin und jeder Schülerin einzeln von den Patenschülerinnen aufgerufen. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sind in diesem Jahr Frau Schröder und Herr Strauß für die 5a, Frau Bülow und Herr Drotschmann für die 5b, für die 5c Frau Schulz und Herr Gruber sowie Frau Mischke und Herr Bülow für die 5m.

Im Anschluss an die Einschulungsfeier ging es für die neuen Herschels gleich mit ihren Klassenlehrkräften in ihre Klassenräume, wo sie sich bei vielen Spielen besser kennenlernen konnten. Die Eltern erhielten in dieser Zeit Informationen zum Ablauf des ersten Schuljahres, insbesondere der ersten Tage, über die Schulzeit im Allgemeinen sowie zum Mensakonzept der Schule.

Ein großes Dankeschön darf an dieser Stelle den Patinnen und Paten ausgesprochen werden, die diesen ersten Tag im Rahmen der Paten-AG organisiert und somit einen reibungslosen und herzlichen Einstieg für die neuen Fünftklässler gewährleistet haben.

Herzlich willkommen neue Herschels!
Ihr könnt euch auf eine tolle Zeit an der Herschelschule freuen!

Das Elterncafé sucht Verstärkung

Liebe Eltern,
könnten Sie sich vorstellen…

... gelegentlich morgens oder mittags im Verkauf zu helfen?

... ab und zu z.B. einen Salat Ihrer Wahl, Milchreis, Börek oder Ähnliches vorbeizubringen?

... uns bei Schulveranstaltungen zu unterstützen?

... in einem netten und motivierten Team zu arbeiten?

Melden Sie sich bei uns! Das Elterncafé-Team freut sich auf Sie!

Ansprechpartner:

E-Mail:
Frau Kowalski: kow(at)herschelschule.de
Frau Schwarz: swz(at)herschelschule.de
Frau Becker: bec(at)herschelschule.de

Telefon:
Elterncafé: 0511/ 168 47 195


Ehrung der Jahrgangsbesten des Big Challenge Wettbewerbs

Im letzten Durchlauf von The Big Challenge haben erfreulicherweise über 170 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5, 6, 7 und 8 teilgenommen. Neben vielen kleinen und größeren attraktiven Preisen für die Teilnehmer gab es für die Jahrgangsbesten jeweils eine Medaille und eine besondere Urkunde. Herr Schröder als Schulleitungsmitglied und Frau Hort als Koordinatorin für die fremdsprachlichen Wettbewerbe überreichten diese Ehrenpreise am vorletzten Schultag. (Das könnte auch raus, weil wir ja nicht mal auf dem Foto sind.) Herzlichen Glückwunsch!

Im kommenden Schuljahr findet der Big Challenge Wettbewerb am 7. Mai 2019 statt. Wir freuen uns, wenn wieder so zahlreich Schülerinnen und Schüler teilnehmen wollen. Sprecht einfach eure Englischlehrerinnen und -Lehrer darauf an. Die interaktive Lernplattform (https://www.thebigchallenge.com/de/student/) könnt ihr schon jetzt benutzen, um euch noch besser auf den Wettbewerb vorzubereiten und ganz nebenbei eure Englischkenntnisse zu verbessern. Probiert es aus, ihr könnt nur gewinnen!

Auf in neue Abenteuer – Abitur 2018 an der Herschelschule

Am Freitag, den 22.06.2016 feierte die Herschelschule ihre Abiturientinnen und Abiturienten und entließ sie feierlich in einen neuen Lebensabschnitt. Die Entlassungsfeier erhielt hohen Besuch von Herrn Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg, dem Schulleiter der IGS Vahrenheide Jörg Kleinholz-Mewes, unserem Kontaktbeamten Franz Schneider, dem Pfarrer Arnold Richter der Katholischen Gemeinde St. Franziskus, der Elternratsvorsitzenden Frau Sickel und Frau Deutschmann, die stellvertretend für den Vorstand des Vereins Ehemaliger Schülerinnen & Schüler der Herschelschule Hannover e.V. anwesend war.

Nach einem dramatischen Aufgang der Abiturientinnen und Abiturienten zu „Heart of Courage“ von Two Steps From Hell begrüßte unsere Schulleiterin Frau Kamlah alle Gäste, die gekommen waren, um die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen zu feiern. Dabei gab sie den Schülerinnen und Schülern einen Rückblick auf die letzten 13 Jahre Schulzeit, indem sie betonte, dass „Schule nicht nur praktisches Wissen vermitteln, sondern auch geistig herausfordern solle“. Neben der Förderung von alltagsbewältigenden Kompetenzen warb sie in ihren Worten für ein Verständnis für Schule als Institution, die das Denken schult und mitdenkende sowie gleichwohl mitfühlende Menschen herausbilden solle.

Nach einer sehr guten Performance von „Happy“ von Pharell Williams des da capo Orchestras griff Frau Sickel, unsere Vorsitzende des Schulelternrats, die Worte des Musikstücks auf und ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten dazu, die Welt zu entdecken und Chancen zu ergreifen. Dabei stützte sie ihren Leitgedanken auf Buddha: „Es gibt kein Weg zum Glück, glücklich sein ist der Weg“.

Besonders rührend wurde die Atmosphäre nach den sehr persönlichen Reden der Tutorinnen und Tutoren Frau Winter, Herr Schröder, Frau Munoz, Frau Karisch, Herr Jentzsch und Frau Bahr, die mit einer Vielzahl an Anekdoten von lustigen sowie hochemotionalen Momenten der Oberstufenzeit erzählten und gleichzeitig eine Lobrede auf den diesjährigen Abiturjahrgang abhielten. Neben Lebensweisheiten im Kant’schen Sinne wie „Nutzen Sie Ihren Verstand und handeln Sie dementsprechend“ hielten die Lehrkräfte ein Plädoyer dafür, dass die Jugendlichen ihre Unbeschwertheit und Neugierde auch in Zukunft nicht vergessen und stets kritisch mit sich selbst und ihrer Umwelt umgehen sollten.

Das da capo Orchestraspielte im Anschluss daran „Moment for Moricone“ von Ennio Moricone und leitete über zur Rede unserer Schülervertreterin Elisabeth Meyer und des Schülervertreters Julian Hucke ein. Neben lustigen Geschichten und Zitaten von handyversteckenden Mitschülerinnen und Mitschülern sprachen die beiden ihre Dankbarkeit für ihre Lehrkräfte, Eltern und Freunde aus, die sie in den letzten Jahren unterstützend zur Seite standen. Ihr Schlusswort „Es lief nicht alles glatt, aber es lief“ mündete in eine unterhaltsame Diashow, die prägende Momente der Oberstufenzeit der einzelnen Tutorien bildlich zusammenfasste.

Der zweite Teil der Entlassungsfeier begann mit einer Reihe von Ehrungen für ausgezeichnete Ergebnisse des diesjährigen Abiturjahrgangs 2018. Der Verein der Ehemaligen ehrte den Schüler Michael Czech für sein außergewöhnliches Engagement an der Herschelschule. Herr Derscheid ehrte die Schülerinnen Marie Leinpinsel und Elisabeth Meyer sowie Michael Czech, die im musischen Bereich der Schule herausragende Leistungen erbrachten.

Peter Brandl wurde gleich zweimal auf die Bühne gebeten: Zum einen überreichte ihm Frau Kappenberg eine Urkunde für das beste Erdkundeabitur, zum anderen ehrte Frau Bahr ihn stellvertretend für die Deutschfachschaft für eine überdurchschnittliche Leistung im Deutschabitur mit einem hervorragenden Ergebnis von 15 Punkten. Im naturwissenschaftlichen Bereich glänzte Alan Dryaev in den Fächern Physik und Mathematik. David Seebode und Michael Czech wurden in den Fächern Physik ausgezeichnet. David Seebode erhielt außerdem eine Auszeichnung aus dem Chemiebereich.

Der letzte Teil der Feierlichkeit begann mit einer emotionalen Darbietung des Zweiergespanns Herr Egermann und Herr Borges, die „I see fire“ von Ed Sheeran mit Gitarre und Cajón darboten.

Im Anschluss daran wurden den stolzen Abiturientinnen und Abiturienten die Abiturzeugnisse überreicht. Ferner verabschiedete Frau Kamlah offiziell unsere diesjährigen Absolventinnen und Absolventen mit den Worten „Ich entlasse Sie von der Herschelschule“. Unter tobenden Applaus verließen diese schließlich die Aula, um auf dem Schulhof sinnbildlich für ihren Abschied bunte Ballons in den Himmel steigen ließen.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns mit allen
Schülerinnen und Schülern und ihren Familien!
Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft!

 

 

 

DSD 2018: „Mehr als nur ein Blatt Papier!“

Am 18. Juni war die diesjährige Zertifikatsfeier des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz. Sie fand im Festsaal des Stephansstifts in Hannover statt. Insgesamt 30 allgemeinbildende Schulen waren in diesem Jahr vertreten. Für die Herschelschule standen Sára Gombai (8m) und Adam Alkheder (8b) auf der Bühne.

Auf die weltweit anerkannte Sprachprüfung haben sich in diesem Schuljahr in einer AG bei Frau Klatt zwölf Schülerinnen und Schüler der Herschelschule, die Deutsch als Fremdsprache gelernt haben, vorbereitet. Die Prüfung umfasst mehrere Teile: So müssen die Lernenden ihre Deutschkenntnisse in den Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechen und Schreiben unter Beweis stellen. Alle zwölf Herschels haben dieses Mal die Prüfung auf dem Niveau B1, dem höchstmöglichen Niveau der Prüfung, bestanden. Diese großartige Leistung wurde am 18. Juni von hochrangigen Vertretern aus Hannover gewürdigt. So hoben beispielsweise der Bürgermeister der Stadt Hannover, Herr Thomas Herrmann, sowie die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Frau Doris Schröder-Köpf, den Wert dieser so erfolgreich bestandenen Prüfung hervor: Mehrsprachigkeit sei gerade in heutiger Zeit ein unschätzbares Gut für unsere Gesellschaft, sodass Schülerinnen und Schüler wie Sára, Adam und unsere zehn anderen Herschels ein Vorbild für viele andere seien. Das Deutsche Sprachdiplom, das die Schülerinnen und Schüler nun erworben haben, sei, so Frau Schröder-Köpf, mehr als nur ein Blatt Papier. Es sei ein Zeugnis der Anerkennung darüber, was die Lernenden geleistet haben, und ein Türöffner für viele zukünftige Chancen. Die Arbeit in den Sprachlernklassen unseres Landes wurde ebenso gewürdigt und als wertvoll herausgestellt.

Frau Klatt und Frau Meyer, die von Seiten der Lehrkräfte die Herschelschule bei der Feier vertreten durften, sind sehr stolz auf unsere Sprachlernschüler! Sie bedanken sich vor allem aber auch bei der Schulleitung für ihre stetige Unterstützung und bei allen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre großartige Arbeit, Ausdauer und Kreativität in der Sprachlernklasse unsere Schülerinnen und Schüler auf einen so wunderbaren Weg bringen!

Die DSD-Zertifikate werden am kommenden Dienstag während des Forums vor den Sommerferien feierlich an alle Absolventinnen und Absolventen der Prüfung überreicht!

Sára Gombai bereicherte die Feier durch zwei Musikbeiträge, die für viel Bewunderung und Anerkennung sorgten. Besonders mit dem zweiten, auf Ungarisch gesungenen Lied berührte Sára durch ihre strahlende und klare Stimme!
Rede von Doris Schröder-Köpf, Rede von Thomas Herrmann, Sára und Adam mit Zeugnissen in der Hand.

Verrückt, aber weise. Gefangen, aber frei. Physiker, aber unschuldig!

Was ist die Verantwortung eines Wissenschaftlers?
Spielt das heutzutage noch überhaupt eine Rolle?

Diese Fragen schien sich auch der Autor Friedrich Dürrenmatt gestellt zu haben, als er das Drama die Physiker schrieb. In diesem Stück geht es nämlich um drei Physiker, die sich in eine Irrenanstalt einweisen lassen, wobei jeder seine eigenen Gründe dafür hat, die gegen Ende des Dramas in einen gemeinsamen Handlungsstrang zusammenfließen.

Da wäre Möbius, die Hauptfigur des Dramas, der als Wissenschaftler einen Durchbruch erlebt und die sogenannte Weltformel aufstellt, die in den falschen Händen zum Untergang der Welt, wie wir sie kennen führen könnte. Die anderen beiden Physiker, Einstein und Newton, sind eigentlich zwei Agenten, die sich in die Anstalt einschleusen, um Möbius für ihren jeweiligen Geheimdienst auszuspionieren. Einstein steht hierbei stellvertretend für den westlichen Geheimdienst und Newton für den östlichen, da der Ost-Westkonflikt zu Dürrenmatts Zeit, wie heute wieder, sehr stark ausgeprägt war.

Dieses Stück behandelt das Thema der Verantwortung eines Wissentschaftlers, der sowohl der Menschheit als auch den Unwissenden die Prinzipien der Welt offenbaren muss, aber ihr auch nicht den Schlüssel zur Zerstörung der Welt geben darf. Da die Weltformel aber beides vermag, gerät die Hauptfigur in einen inneren Konflikt, der ihn mit nur zwei Möglichkeiten bietet. Entweder er riskiert eine totale Zerstörung der Welt durch die Offenbarung seiner Formel und lebt in Reichtum oder er entscheidet sich für ein Leben in Armut und Einsamkeit, um die Menschheit zu schützen. Möbius entscheidet sich im Drama für letzteres und lässt sich in eine Anstalt einweisen. Er vertritt die Meinung: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht wieder zurückgenommen werden.“ Die Anstalt ist demnach der einzige Ort, wo er denken kann, ohne dass die Menschheit zu Grunde geht.

Diesen inneren Konflikt darzustellen gelingt dem Theaterkurs der zehnten Klassen sehr gut. Szenen, in denen Möbius den Verrückten spielt, vermitteln ein Gefühl der Unsicherheit und des Schocks. Einzelne Auffälligkeiten wie das plötzliche Schreien und die heiteren Reaktionen auf Morde übertragen das Bild eines tatsächlich Geisteskranken. Die ernsten und emotionalen Szenen des Möbius stehen dazu sehr gut im Kontrast und werden durch das Senken der Stimme und den Einsatz einer vorsichtigeren Sprechweise und Bewegung von Anna Pieper aus der 10B stark an den Zuschauer weitergetragen. Außerdem sticht auch die Rolle des Inspektors heraus. Bei beiden Besetzungen ist eine recht aggressive Interpretation der Figur zu beobachten, wobei das Spiel von Laura Bendryn hierbei etwas lauter und aggressiver mit größeren Bewegungen vorgeht, was ihre Inszenierung von der des Spielpartners Eduardo Nunes distanziert, diese war nämlich auch agreessiv geladen, aber auf eine eher passive Art, welche durch die Betonung des Sarkasmus des Charakters entstanden ist.

Die Inszenierung der Figur von Einstein hatte auch zwei sehr unterschiedliche Ansätze. Als Spielerin Jana Sauerbrei eine zurückhaltende Version Einsteins zeigte, nutzte Spieler Nema Almahfoud seine Körpergröße, um einige lustige Szenen beim Kräftemessen zwischen Newton und Einstein vorzuführen. So verliert er beispielsweise gegen seine sehr viel kleinere Gegenspielerin Vanessa Weichelt beim Armdrücken. Die technische Umsetzung durch Scheinwerfer und Spotlight wurde überzeugend und professionell durch die Technik-AG betreut, auch das Bühnenbild setzt sich durch Schattenspiele in Kombination mit Licht und Farbmotiven, die der Stimmung angepasst sind, deutlich ab und setzt so passende Akzente.

Musik braucht man natürlich auch und da ist es doch praktisch, dass unsere Schule über einen Musikzweig verfügt. Das Stück zeigt einige Szenen, in denen Einstein Geige spielt, die mit echten Geigen dargestellt wurden. Neben dem Geigenspiel haben sich Sebastian Hucke, Victoria Nguyen und Dilara Demirkoparan aus der Musikklasse dazu bereit erklärt, den Kampf zwischen Einstein und Newton musikalisch zu begleiten. Alles in allem waren es zwei sehr gelungene Inszenierungen sowohl vom Spiel, vom Bühnenbild als auch von der Musik.

Ein passendes letztes Geschenk, das Herr Thomas Hamann unserer Schule dargeboten hat, da dieser sich leider von dieser Schule verabschieden wird. Die Vorbereitungen und Proben waren sowohl fordernd als auch lohnend für alle Beteiligten und haben immer Spaß gemacht und das verdanken wir unter anderem seiner Unterrichtsgestaltung, deshalb auch hier noch mal alles Gute vom Theaterkurs. Wir werden Sie vermissen!

Text: Berdan Simsek (10b)