Archiv der Kategorie: Allgemein

„Zeich mal!“- Zeitgenössige Musik in der Schule

Nach drei Monaten voller klangreicher Erkundungen, vielfältigem Ausprobieren und intensivem Austausch trafen sich am Mittwoch, den 21. November, Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsen in Hannover. Bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung präsentierten die Schulklassen ihre zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern erarbeiteten Kompositionen vor Publikum.

Jörn Marcussen-Wulff arbeitete mit seinem Interaktions- und Improvisationskonzept „Zeich mal!“ daran, die Ohren der Schülerinnen und Schüler der Klasse 7m der Herschelschule Hannover und der KGS Bad Bevensen Fritz-Reuter-Schule für ihre Umwelt zu öffnen. Im selbstbestimmten, spielerischen Prozess der Komposition legten diese in kleinen Gruppen durch eine selbstentwickelte Zeichensprache fest, was sie selber als musikalisch sinnvoll erachten. Das Ergebnis war so zu 100% der kreative Prozess der Schülerschaft und jedes Mal wieder anders.

Herschelklänge auf dem Adventsmarkt

Mit weihnachtlichen Klängen einer Herschel-Combo wurde am Freitag, den 7.12.2018, der diesjährige Adventsmarkt auf dem Sahlkampmarkt eröffnet. Neun Schülerinnen und Schüler der 9m und 10m hatten sich unter Leitung von Frau Maier zusammengefunden, um den Marktbesuchern mit stimmungsvollen Weihnachtsliedern eine Freude zu bereiten. Für dieses tolle musikalische Engagement bedankten sich Zuschauer und Veranstalter mit warmem Applaus.

Manege frei für die Herschels

Am Mittwoch, den 21.11.2018 präsentierten die Klassen 5b und 5c die Ergebnisse der Zirkusarbeit mit dem Zirkus Salino. In der gefüllten Sporthalle konnten die anwesenden Eltern ihre Kinder mit Einrädern fahren sehen, riskante Würfe mit Diabolos bestaunen, Akrobatik bewundern oder über die Clownshow lachen. Sie honorierten es mit anerkennendem Applaus. Die stolzen Schülerinnen und Schüler genossen das Rampenlicht und boten eine tolle Show.

Auch die begleitenden Sportlehrkräfte Frau Schulz und Herr Steinbart zeigten Begeisterung, so konnte Herr Steinbart resümieren: „Ein tolles Projekt. Das mache ich auf jeden Fall nächstes Jahr wieder!“

O du fröhliche…

Weihnachtskonzerte 2018 

Das 1. Weihnachtskonzert in diesem Jahr fand am 6.12.2018 um 19 Uhr in der Aula der Herschelschule statt und war ein großer Erfolg . Die Musikklassen und das Mittelstufenorchester „accento!“ präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit. 

Hier finden Sie einige Impressionen des 1. Weihnachtskonzerts vom 6.12.2018:

Das 2. Weihnachtskonzert findet am  Donnerstag, den 20.12.2018, um 19.00 Uhr in der Aula der Herschelschule statt. Neben den Musikklassen 9M und 10M, der Band und dem da capo orchestra tritt erstmals der Projektchor „König der Löwen“ auf, der sich aus Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften, Ehemaligen und Eltern zusammensetzt. Dieser erste Auftritt soll Ihnen einen Vorgeschmack auf das große Aufführung „König der Löwen“ im Sommer zu geben. Vielleicht entscheidet sich der eine oder andere von Ihnen ja noch, mit zu machen. Wir würden uns freuen!

Herschel-Vorlesetag 2018

Freut Euch auf den gemeinsamen Vorlesetag in der Herschelschule!

Am kommenden Freitag, den 16.11.2018 wird in unserer Schule in allen Klassen und Kursen in der 6. Stunde vorgelesen. Dazu halten eure Lehrerinnen und Lehrer viele schöne Texte bereit, oder ihr sucht euch gerne auch eigene liebgewonnene Bücher aus, die vorgelesen werden sollen, bzw. aus denen ihr selbst vorlesen möchtet. Der Ablauf der 6. Stunde wird von der/m entsprechenden Fachkollegin/en mit euch besprochen.

Viel Spaß beim Lesen, Zuhören und Träumen!

 

Sag’s mal – total global!

So lautete das Motto der Jugendbuchwoche 2018, die vom 4.-9. November in Hannover stattfand. Die Bücherregale im Künstlerhaus mussten weichen, um den zahlreich erschienenen Gästen bei der Auftaktveranstaltung zur Jugendbuchwoche in Hannover möglichst viel Platz zu bieten. Unter diesen war auch die Klasse 7c, die sich am Freitag, den 9.11.2018 aus der Herschelschule begeben hatte, um sich ein Bild von der Vielfalt der neu erschienenen Jugendbücher zu machen.

Um 09:00 Uhr begann dann auch die Autorenlesung mit Renate Ahrens, einer Autorin, die sich darauf spezialisiert hat, Jugendromane in deutscher und englischer Sprache zu schreiben. Über 45 Minuten lang lauschten die angereisten Schülerinnen und Schüler aus vielen Teilen Hannovers dem neuen Roman mit dem Titel „Was ist mit dem Jungen los?“.

Im Anschluss daran durften Hypothesen zum Ausgang der Romanhandlung gestellt und zudem noch viele Fragen an die Autoren gerichtet werden.
So erfuhren die Kinder, dass das Leben eines Autors ziemlich anstrengend sein kann, da Verlage teilweise Monate brauchen, um dem Erscheinen eines Buches überhaupt zuzustimmen oder es müssen fortwährend Änderungen in das Manuskript eingearbeitet werden.
Alles in allem war das ein gelungener Besuch, der eins gezeigt hat:

Lesen bereichert die Welt enorm, lässt uns in Traumwelten flüchten und man kann immer etwas dazu lernen. Eine Lesung ist inspirierend, für alle!

Fette Hupen in der Herschelschule

Am letzten Dienstag durfte die Herschelschule ein Konzert der Extraklasse erleben. Die vor noch nicht einmal einem Jahr von Hans Wendt und David Borges gegründete Herschel Big Band spielte ihr erstes öffentliches Konzert und wurde im zweiten Teil von der Fetten Hupe Hannover flankiert. Die Herschel Big Band präsentierte sich breit aufgestellt. Kernige Swingnummern reihten sich an groovige Sounds und ruhige Balladen. Fast alle Bandmitglieder spielten dabei auch Soli. Der Auftritt wurde mit tosendem Applaus honoriert und die Newcomer-Big-Band beschloss stolz den ersten Teil des Abends.

Doch wer glaubte, das sei schon alles gewesen, der hatte nicht mit der Fetten Hupe Hannover gerechnet.

Hannovers bekannteste Big Band wurde ihrem Namen mal wieder gerecht. Die Aula der Herschelschule wurde vom krachenden Big Band Tutti ins Schwingen versetzt und nachdem das Publikum die Energie der Band aufgenommen hatte, waren Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Gäste nicht mehr zu halten. Jubelnder Applaus nach Soli, gerufene Zustimmung beim Head-Arrangement und immer wieder riesiger Applaus für die Band um den charismatischen Leiter Jörn Marcussen-Wulff. Ein Abend, der mehr verspricht.

Das nächste Auftritt der Herschel Big Band wird auf dem zweiten Winterkonzert der Schule sein.

Fotos: Michelle Mildner, 10m

Unterwegs in Berlin und Potsdam

Vom 24.-29.10.2018 waren wir unterwegs und haben viel gesehen und viel erlebt:
Es ging nach Berlin und Potsdam.

Erste Eindrücke von Berlin hatten wir bereits am ersten Tag. Das Regierungsviertel und das Brandenburger Tor waren natürlich unter anderem ein Muss. Am Dienstag ging es in den Filmpark Babelsberg. Nach der Begrüßung durch eine verschlafene und pummelige Katze haben wir die Sets verschiedener Filme und Serien besichtigt. Das für die meisten beste Erlebnis war das 4D Cinema, in dem wir die Chinesische Mauer mit einem imaginären Fahrer entlangfuhren und auf unseren Sitzen quasi komplett durchgerüttelt wurden. Viele haben den Film drei oder vier Mal angesehen, da sie so viel Spaß daran hatten. Frau Bahr und Frau Bremm dagegen reichte eine Fahrt und sie haben stattdessen direkt Frank Walter Steinmeier live erlebt, der ebenfalls den Filmpark besucht hat. Auch nicht schlecht.

Am Mittwoch waren wir in Hohenschönhausen, das zunächst unter der Besatzung Stalins als Internierungslager diente und in DDR Zeiten Stasi-Gefängnis war. Wir erfuhren durch unseren Führer, einem Zeitzeugen, der selbst inhaftiert war, viel über die Methoden der Stasi und das Leben in der ehemaligen DDR. Wenn die eine Seite der Medaille, die wir kennen, Freiheit und Demokratie heißt,  konnten wir uns aufgrund der Berichte und Geschichten unseres Führers ein Bild von der anderen Seite der Medaille machen. Es war sehr verstörend zu hören und zu sehen, wie Menschen damals behandelt wurden.

Anschließend sind wir dann noch zu einigen Szeneplätzen Berlins gefahren und abschließend sind wir an dem Reststück  der ehemaligen Mauer, die Berlin teilte, entlanggelaufen und haben den ein oder anderen Straßenmusiker an der Spree genossen.

Am Donnerstag sind wir dann bei herrlichem Sommerwetter mit Fahrrädern durch das idyllische Potsdam gefahren, in dem sich ein Prachtbau an den anderen reiht und Wasser die Landschaft beherrscht.  Und wieder hatten wir eine tolle Führerin, die in der DDR aufgewachsen ist und uns viel über die ehemalige DDR erzählt hat. Immer wieder hat sie uns auch die ehemalige Grenze zwischen Berlin und Potsdam erfahrbar gemacht. Am Nachmittag waren wir am Schloss Sanssouci und haben im Schlosspark einen langen Spaziergang von ca. 10 Kilometern gemacht.

Am Freitag gab es dann noch einen Museumsbesuch in dem sehr interessant gestalteten „Story of Berlin“. Und was die Abende in der Jugendherberge anbetraf: Zuerst haben wir eigentlich immer das unglaublich schöne Außengelände direkt am Wannsee genutzt und dann Werwolf, Tabu, Wahrheit oder Pflicht gespielt. Wir hatten wirklich viel Spaß!

Besonders als eine der Klassen, die nur die eine Fahrt machen durfte, sind wir froh, dass wir gleich in zwei herrliche Städte fahren durften.  Ein Erlebnis, welches keiner von uns vergessen wird.

Sára Gombai erhält START-Stipendium

Am 23.09.2018 war es endlich soweit. Elf Jugendliche, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, erhalten ein START Schülerstipendium und damit sowohl eine finanzielle und ideelle Förderung, die ihnen dazu verhelfen kann, ihre Talente und Fertigkeiten weiter zu entfalten. Sára Gombai (9m) von der Herschelschule hat sich dem mehrstufigen Bewerbungsverfahren gestellt und es geschafft: Sie ist neue Stipendiatin der START-Stiftung.

Seit über 16 Jahren fördert die START-Stiftung die Integration von jugendlichen Migranten und Zuwanderern mit diesen Begabtenstipendien. Die Förderung ist für junge Menschen aus aller Welt, die seit höchstens fünf Jahren in Deutschland leben.

Zum Programm gehören Seminare und Workshops zur Berufsvorbereitung, Stärkung der Persönlichkeit, aber auch gesellschaftlich relevante Themenseminare. Michael Okrob, Geschäftsführer der START-Stiftung, erklärt dazu: „Unsere START-Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen ihre Neugierde und ihre Tatkraft weiter entfalten sowie ihr kritisches Denken weiterhin für die Mitgestaltung der Gesellschaft nutzen.“

Der Kultusminister, Grant Hendrik Tonne betont zudem, dass junge Zuwanderer eine Bereicherung für Deutschland seien und dass Bildung und Sprache die wichtigste Ressource für gesellschaftlichen Erfolg sei.

Von der Herschelschule konnten sich in der Vergangenheit bereits zwei andere ehemalige Sprachlernschüler erfolgreich für das Stipendium erwarten. Neben Fares Dawier und Anas Ibrahim ist Sára Gombai nun die dritte START-Stipendiatin, die unsere Schule bundesweit repräsentieren darf.

Wir sind sehr stolz auf dich!

„Als die Römer frech geworden“ – Exkursion zum Austragungsort der berühmten Varusschlacht

Am 21.06.2018 machten sich gleich drei Lateinkurse (Jahrgang 7, 9 und 10) in Begleitung von Frau Klatt, Frau Beushausen und Herrn Egermann auf nach Kalkriese, um mehr über den legendären Sieg der Germanen unter der Führung des Arminius über den hochdekorierten General Publius Quintilius Varus zu erfahren.

Diese Niederlage im Jahre 9 n. Chr. war für die Römer so verheerend, dass sie es niemals schaffen sollten, sich östlich und nördlich des Rheins mit ihrer Einverleibung der Provinz Germanien in das römische Imperium zu etablieren.

Die Nachricht über die clades Variana soll dem damaligen Kaiser Augustus im Übrigen beim Mittagsmal überbracht worden sein, sodass ihm prompt ein Bissen im Halse stecken blieb und er in einer Art Erstickungsanfall die Worte röchelte: „Quintili Vare, legiones redde!“ (Quintilius Varus, gib mir meine Legionen zurück!“)

Auf der einen Seite müssen wir Arminius (auch bekannt unter dem Namen Herrmann der Cherusker) durchaus dankbar sein – denn wer weiß, wie es heute in unserer Heimat Niedersachsen aussähe. Andererseits ist er auch dafür verantwortlich, dass die Lateinschüler sonst immer stundenlange Busfahrten in den Süden ertragen müssen beispielsweise nach (Xanten, Köln oder Trier), um auf den Spuren der Römer in Germanien wandeln zu können.

Dieses Mal ging es gen Westen, die Fahrt dauerte nicht einmal zwei Stunden und unseren Lateinern wurde vor Ort einiges geboten: So durften sie Zeugen von Ausgrabungen werden, die in Kalkriese stetig fortgeführt werden, und somit hatten Sie die Gelegenheit, echten Archäologen live bei der Arbeit zuzusehen.

Darüber hinaus gab es eine Führung über einen Abschnitt des Schlachtengeländes, bei der die Schüler eine actionreiche Erstürmung eines Verteidigungswalls der Germanen nachstellen konnten.

Neben dem obligatorischen, jedoch sehr informativen und ansprechend aufbereiteten Museumsbesuch boten zahlreiche Workshops Gelegenheit, in das Alltagsleben der alten Römer und Germanen hineinzuschnuppern.

Klasse 7 bewies dabei außerordentliches Talent beim Feuerschlagen, der 9. Jahrgang stellte eigene Gemmen in Form von Broschen und Anhängern kunstfertig her und der 10. Jahrgang war extrem modisch unterwegs, wovon man sich auf dem beigefügten Foto überzeugen kann. Besonders Mark macht in der Vollmontur eines römischen Legionärs eine gute Figur. Der arme Kerl hatte allerdings mit mehr als 30 Kilogramm Gewicht der Ausrüstung (und das war nur die absolute Minimallast) einiges zu schleppen.

Unser Schülersprecher Yunis nahm es mit Humor, wie man sehen kann. Er meldete sich nämlich überschwänglich für die Rolle des wichtigsten Mannes im römischen Kaiserreich. Er staunte allerdings nicht schlecht, als ihm dann die einfache Tunika eines Sklaven zum Anlegen überreicht wurde.