Alle Beiträge von autor autor

Ordentlich Rambazamba – Die Herschelschule gründet Niedersachsens erste Schul-Marching-Band

Die Herschelschule ist Vorreiterin in Sachen Bläserklassen und installierte bereits vor über 10 Jahren das System der gemeinsam musizierenden Schüler*innen, die unter professioneller Anleitung jeweils ein Instrument erlernen und im Klassenverbund als Orchester zusammen spielen – und das als eine der ersten Schulen in ganz Hannover.

Neue Wege!

Nun ist es wieder die Herschelschule, die sich aufmacht, völlig neue und noch unbeschrittene Wege zu gehen: Als erste Schule in ganz Niedersachsen (vielleicht sogar in ganz Norddeutschland) bekommt sie eine Marching Band nach amerikanischem Vorbild, mit vielen Holz- und Blechbläsern, darunter auch den gigantischen Sousaphonen – und vor allem mit einer „Drumline“, einer ganzen Batterie an großen und kleinen Trommeln und Becken, die gemeinsam ordentlich viel Rambazamba veranstalten können. Das war jedenfalls die Idee der Musiklehrer*innen der Herschelschule, die nun unter Leitung von David Borges, Johannes Gruber und Simon Köller ein völlig neues Projekt aus der Taufe hoben.

Intensiver Start!

Bereits Ende September gab es als „Kickoff“ eine dreitägige Intensivarbeitsphase mit den Gründungs-Mitgliedern dieser neuen Marching Band, den Musikklassen 8M, 9M und 10M. Und was macht nun so eine Marching Band? Wie der Name andeutet, sitzen die Musiker*innen nicht still auf ihren Stühlen, sondern bewegen sich beim Spielen durch den Raum, erarbeiten kleine Choreografien und Formationen, sodass das Ganze auch optisch ansprechend wird. Denn ein klangliches Spektakel ist das allemal, wenn fast 80 Musiker*innen gemeinsam Popmusik-Arrangements spielen und ordentlich Rambazamba veranstalten. Die Marching Band war während der Probentage weithin zu hören und man sagt, es habe an einzelnen Stellen sogar der Putz von der Decke gerieselt …

Neues Instrumentarium für die Schüler*innen!

Zunächst mussten ein Konzept geschrieben und Gelder beantragt werden, um überhaupt das aufwendige Instrumentarium bereitstellen zu können. Und nach einigen Monaten Vorbereitung und Organisation wurde nun – mit großartiger finanzieller Unterstützung des Elternvereins der Herschelschule, dem Verein der Ehemaligen und Freunde der Herschelschule sowie vor allem dem Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide – das erste neue Equipment für die Drumline angeliefert. Weitere Instrumente sollen folgen…

Neue Mitspieler*innen gesucht!


Die Teilnehmerliste ist übrigens noch nicht geschlossen: Schülerinnen und Schüler, die noch Teil dieses neuen Projekts werden möchten und Lust haben z. B. als Drummer (Schlagzeuger) auch ohne musikalische Vorerfahrung in die Band einzusteigen, können sich bei den Verantwortlichen melden.

Text: Dr. Johannes Gruber

Forschergeisttreffen 2021 in der Herschelschule

Am Freitag, dem 01.10.2021, fand nach einem Jahr Pause, Gründe sind bekannt, das „alljährlichen“ Forschergeisttreffen statt, auf welchem alle teilnehmenden SchülerInnen ihre jeweiligen Kursthemen präsentierten.

Wie immer unter Beisein des Vorsitzenden der Kurt-Alten-Stiftung, Herr Prof. Dr. Ulrich v. Jeinsen, und des Vorsitzenden des Forschergeist-FV Herrn Stupperich wurden die Urkunden von Frau Sabine Alten an die Preisträger überreicht.

Diesmal geschah das Ganze jedoch aus Hygienegründen unter anderen Bedingungen. Anstatt alle Gruppen an einem Abend vortreten zu lassen, wurde die Veranstaltung viergeteilt, zwei Versammlungen fanden an diesem Abend statt – die Herschelschüler traten in der zweiten auf.

Dass das Forschergeisttreffen in der Herschelschule durchgeführt wurde, war dabei eine Ausnahme, zumal die Kursteilnehmerliste schulübergreifend ist.

Teilnehmer aus der Herschelschule waren aber selbstverständlich vorhanden, warum sonst sollte jemand diesen Beitrag verfassen?

Unsere Gruppe, der Kurs „Gravitation“, ein Teilthema unseres eigentlichen Themas „mathematischen Methoden der Physik“ unter der Leitung von Herrn Doktor Jentzsch, trat als Letztes auf. Dieser Kurs bestand aus insgesamt sieben SchülerInnen und Schüler, aus denen vier aus der Herschelschule sind (inklusive mir).

In derselben Veranstaltung traten die Forschergruppen „Robotik“, „Rätsel der Mathematik“ und schließlich Gravitation auf.

Inhalt unseres Beitrages waren unter anderem das Drei-Körper-Problem, die Kepler‘schen Gesetze sowie die Erklärung der zwei Flutberge auf der Erde: Ja, es ist der Mond… Nur ein bisschen komplizierter.

Auch in diesem Jahr erhielten die Teilnehmer den Kurt-Alten-Stiftung-Preis für “besonders engagierte” Schülerinnen und Schüler. Abgesehen von der bereits erwähnten Präsentation verfassten die Gruppen zusätzlich eine Abhandlung, die mit ca. 20 Seiten bereits im Vorhinein abgegeben werden musste.

Wie bei jedem Forschergeisttreffen wurde das Ereignis durch die Kammermusik-AG, dieses Jahr  allerdings unter der Leitung von Frau Mischke, mit klassischer Musik begleitet. Dass die Technik reibungslos funktioniert hat, ist der Technik-AG unter Herrn Borges’ Leitung zu verdanken.

Während der Pausen wurde die Gesellschaft von Herrn Cirus Rahmanian und der Lehrerin Anna Schaub mit Knabbereien und Getränken versorgt.

Vielen Dank an das gesamte Team!

Text: Kaan Gevrek, Fotos: Sophie Leinpinsel

Musikalisches Leben an der Herschelschule

Endlich, nach langer Zeit des akustischen Stillstandes, sind nun wieder altbekannte und vertraute Klänge in der Herschelschule zu vernehmen. Nicht nur im Bläserklassenunterricht der Jahrgänge 5 bis 10 wird musiziert, sondern auch in den zahlreichen Musik-AGs.

So nutzten das da-capo-orchestra und die neu entstandene Marching Band die Zeit vor den Herbstferien, um jeweils eine dreitägige Probenarbeitsphase durchzuführen. Tutti- und Register- bzw. Satzproben wechselten an diesen Tagen, sodass im Schulhaus immer mal wieder Schüler*innen mit ihren Saxophonen, Trompeten, Querflöten, riesigen Drums durch die Gänge eilten. Vor allem die Marching Band machte akustisch und visuell auf sich aufmerksam, als sie bei strahlendem Sonnenschein einige Stunden auf dem Fußballplatz probten und eine erste Choreografie einstudierten. Neugierige Zuschauer*innen wurden angelockt und ließen sich vom Ergebnis beeindrucken.

Auch der Chor der Herschelschule, die Herschel Voices, singen emsig neue Lieder ein. Die Chorleiter Daniel Derscheid und Johannes Gruber wurden beim Einsingen fleißig von den Musikmentorinnen Marzena Kotzur und Sára Gombai unterstützt.

Und das Kammermusik-Ensemble hat sich inzwischen den Namen „il vento“ gegeben und das „ForscherGeist-Jahrestreffen“ am 01.10.2021 musikalisch bereichert.

Mit viel Elan, Spielfreude und Einsatzbereitschaft sind die jungen Musikerinnen und Musiker an alle neu zu erarbeiteten Stücke und Lieder herangetreten. Auf die Konzerte im Dezember darf man sehr gespannt und voller Vorfreude sein!

Text und Fotos: Julia Mischke

Herzlich Willkommen an der Herschelschule, liebe Fünftklässler*innen!

Die Einschulungsfeier für die neuen Fünfer fand am Donnerstag, dem 2. September in der Aula statt. Die Schulleiterin Ute Kamlah hieß die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern herzlich willkommen. Sie wünschte den Fünftklässlern einen guten Schulstart und dass sie schnellen Anschluss in ihren Klassen finden mögen. Alexander Nospers, Koordinator für den Sekundarbereich I, ermunterte „die Neuen“ zum Lernen und griff dabei auf die Namenspatronen der Schule, die Astronomen und Musiker Friedrich Wilhelm und Caroline Herschel, zurück, die durch ihre Entdeckerfreude und Neugier den Uranus entdeckten. Auch die Patinnen und Paten begrüßten die Fünftklässler und freuen sich auf das gemeinsame Kennenlernen.

Im Anschluss konnten die Kinder mit den Klassenleitungen in ihren Klassenraum gehen und erste Eindrücke von ihren Mitschüler*innen und Klassenlehrer*innen sammeln.

Um richtig im Schulalltag der Herschelschule anzukommen, warteten in der ersten Woche viele spannende und informative Aktivitäten auf die neuen Schülerinnen und Schüler, um sich besser kennenzulernen. Die Paten und Patinnen stehen den Klassenlehrern hierbei tatkräftig zur Seite.

Wir wünschen den neuen Herschelschülern und -schülerinnen ebenfalls alles Gute und einen tollen Start am Gymnasium.

Wir freuen uns auf alle neuen Herschels!

Text: Julia Mischke

Open-air-Sommerkonzert der Bläserklassen

Am Donnerstag, dem 19.07.2021, war es nach lang ersehnter Zeit endlich wieder soweit: Der Musikzweig konnte sein traditionelles Sommerkonzert — wenn auch in anderer Form als üblich — durchführen. 

Nach über einem Jahr ohne Konzerte konnte zur Freude aller Herschels endlich wieder ein Sommerkonzert, wenn auch mit Einschränkungen, stattfinden. Statt wie gewohnt in der Aula, fand das Konzert auf dem Schulhof statt. Eltern, Angehörige und Freunde, die eigentlich bei den Konzerten gern gesehen sind, konnten leider nicht anwesend sein und mussten von zu Hause aus mitfiebern. Ein buntes und abwechslungsreiches Programm haben die Bläserklassen der Jahrgänge 5 bis 10 ihrem Publikum nach nur wenigen Präsenzproben dennoch präsentieren können.  

Für die Jüngsten, die ihren ersten Auftritt mit Bravour gemeistert haben, war der Nachmittag sicherlich am aufregendsten. Voller Einsatzfreude hat die 5M unter der Leitung von Dr. Johannes Gruber ihre selbstentwickelte Rhythmuschoreografie den „Großen“ präsentiert. Diese waren entsprechend beeindruckt, sodass es starken Beifall gab. Auch die 6M (Leitung: Daniel Derscheid) betrat Neuland, da sie nun ihr erstes Konzert mit Instrumenten spielten. Trotz aller Widrigkeiten durch Homeschooling und Instrumentalunterricht per Videokonferenz in den vergangenen Monaten war es beachtlich und erfreulich, dass sie gleich drei Stücke zu Gehör bringen konnte. Dabei durfte der allseits beliebte „Hard Rock Blues“ natürlich nicht fehlen, der die älteren Instrumentalisten zum Schmunzeln brachte. Die Klasse 7M gab ihr letztes Konzert mit ihrer Musiklehrerin Julia Mischke, da ab Klasse 8 regulär ein Lehrerwechsel erfolgt. Mit „Siyahamba“, einem afrikanischen Lied, stellte die Klasse ihr Können hinsichtlich Klangfarbe und ausgewogener Klangbalance unter Beweis. Auch mit dem schwungvollen Arrangement von „Meet the Flintstones“ bewies die 7M, dass sie anspruchsvollen Stücken gerecht werden kann. Für Filmmusik hat sich auch die 8M mit ihrem Musiklehrer Simon Köller entschieden. Mit Musik aus dem Film „Vaiana“ wurde das Publikum schon auf die bevorstehenden Sommerferien eingestimmt und hat bei dem einen oder anderen sicherlich schon etwas Fernweh geschürt. Bevor die älteren Bläserklassen auftraten, gab die Kammermusik-AG zusammen mit deren Musiklehrkräften Julia Mischke und Simon Köller einen Einblick in die Welt der klassischen Musik. Dabei sollte spätestens jetzt mit Schumanns „Von fremden Ländern und Menschen“ das Fernweh ausgelöst worden sein und mit einem fröhlichen Divertimento von Mozart die Vorfreude auf das Schuljahresende gegeben werden. Mit einem ganz anderen Genre heizte die 9M unter der Leitung von Henning Klingemann die Stimmung mit lateinamerikanischen Rhythmen aus „Cuban Coffee“ und rockig-poppigen Klängen von Michael Jackson und aus „Rocky“ weiter an. 

Im Gegensatz zur 7M gab die 10M ihr wirklich allerletztes Konzert im Rahmen der Bläserklasse. Ihr Musiklehrer David Borges rekapitulierte in einer sehr bewegenden Abschiedsrede den musikalischen Werdegang der Klasse und dankte den Musikern für die gemeinsame Zeit. Nachdem er die Klasse nach einigen Jahren wieder übernommen habe, habe es sich wie ein „Nachhause-Kommen“ angefühlt und ihnen zu Ehren das Stück „home“ komponiert, welches gleichsam seine Welturaufführung erfahren hat. 

Ein gelungener Nachmittag mit vielen musikalischen Höhepunkten ließen so ein weiteres ungewöhnliches Schuljahr zu Ende gehen. Hoffen wir, dass im Jetzigen mehr Konzerte und andere Schulvorführungen möglich sein werden! 

Text: Julia Mischke 

Fotos: Sophie Leinpinsel

„Ich möchte selbst nach meinem Tod weiterleben!“

Wie lange kann ein Mensch den Atem anhalten, ohne zu ersticken?

Dienstag, 25. Juni 2019, 9.50 Uhr, Aula der Herschelschule Hannover, wenige Minuten vor Einlass des Publikums: 

Die Spielerinnen und Spieler des Profilkurses DS Jg.9 machen sich bereit, folgen der Anweisung ihres Lehrers B. Bruns, unter dessen Leitung das Stück „Das Tagebuch der Anne Frank“  zur Aufführung kommen soll: „Zieht euch jetzt eure Jacken an!“ Die Mitglieder des Ensembles gehen über in die konkrete Einfühlung in ihre Rollen, vergessen die hochsommerlichen Temperaturen, schlüpfen in dicke dunkle Jacken, alle mit einem gelben Davidstern versehen, links, wo das Herz sitzt; greifen nach Taschen und Koffern, beziehen Position. Bei noch verdunkelter Bühne wird das Publikum abrupt eingestimmt auf das Thema, die Aktualität des Stückes: Scheinbar nüchtern wird von einer klaren Stimme eine Vielzahl von Übergriffen von Seiten rechtsnationaler Gruppen aus der jüngeren und jüngsten deutschen Gegenwart aufgelistet. Dann schlägt eine Kirchenglocke mehrere Male – das ist das Signal: Die Figuren betreten stolpernd, verunsichert, tastend die Bühne, von jetzt an ist dies ihr neuer, beengter Lebensraum, in dem sie sich nach und nach einrichten. Während sie ihre Mäntel ablegen, sich umschauen, erschöpft Platz nehmen, wird zeitgleich der erste Tagebucheintrag aus Annes Tagebuch eingespielt – auch unvorbereitete Zuschauer sind spätestens jetzt über die wesentlichen historischen Fakten informiert: das Schicksal der Familie Frank, deren Emigration nach Holland im Jahr 1933, den Überfall Hitlers auf die Niederlande im Mai 1940, einen Monat vor Annes 11. Geburtstag; Ausgrenzung, Diskriminierung, Ghettoisierung, alles dokumentiert in Annes Tagebuch: „Wir durften nicht mal auf der sonnigen Seite der Straße gehen.“; schließlich die übereilte Flucht in das geheime Hinterhaus. Von nun an wird der Zuschauer konfrontiert mit einem Leben auf engstem Raum – das Bühnenbild zeigt vor dunklem Hintergrund mehrere kleine Tischgruppen, mittig auffallend ein weißes Sofa – im Verlauf der Handlung werden dies winzige Zentren mit der Möglichkeit zum Rückzug in eine mit Mühe aufrechterhaltene Privatheit, zu gemeinsamer Kommunikation, zu sozialem Miteinander und Gegeneinander, zu sich langsam herausbildender Freundschaft und erster Liebe zwischen Anne und Peter (Osman/Martin). Der Wechsel zwischen Dunkelheit, Zwielicht und Helligkeit, Starre und Bewegung, begütigender Harmonisierung (konsequent gespielt von Michael als Otto Frank), lebendigem Aufbegehren und Festhalten an Träumen (durchgängig überzeugend und mitreißend: Emma als Anne Frank) – all dies bietet das gelungene Zusammenspiel von durchgängig punktgenau arbeitender Technik und textsicherem Ensemble. Der zermürbende Alltag auf Zehenspitzen, das Leben zwischen Angst und Hoffnung, von allen Figuren individuell gespiegelt, führt zu Hilflosigkeit (Andreea/Ilayda als Margot Frank), lautem Streit (Ufuk und Hevi/Melando und Michelle als Ehepaar van Daan) und Verstummen (Kumru/Vanessa als Edith Frank). Die immer wieder eingeforderte überlebensnotwendige Stille im Hinterhaus wird nur unterbrochen durch die beiden einzigen Verbindungen zur Außenwelt: Da sind die beiden treuen Helfer Miep (Eda/Dilan) und Kraler (Ali), angekündigt durch eine schrille Klingel und dann das Radio – mehr als nur ein Requisit bietet es publikumswirksam authentische Wiedergabe historischer Botschaften der BBC, Eisenhowers D-Day-Speech. In die Ruhe der vorletzten Szene – Margot, Peter und Anne essen frische Erdbeeren, die Erwachsenen spielen Karten- dringen in hierzu  scharfem Kontrast, der das Publikum quasi explodieren lässt, brutal und laut Nazioffiziere ein (Melando, Martin/Osman, Ali) – treiben die Menschen aus dem Versteck, es wird dunkel, man hört nur noch das zunehmend lauter werdende Geräusch einer Lokomotive.

Noch einmal kommt Licht auf die Bühne: Otto Frank, der einzige Überlebende, betritt zögernd das ehemalige Versteck, hebt herumliegende Schuhe auf, und dann Annes Tagebuch: „Ich möchte selbst nach meinem Tod weiterleben!“

Die heutige Aufführung hat dazu beigetragen.

G.-A. Kobs

Exkursion in das Orthodoxe Zentrum am Mengendamm

Der Religionskurs des 8. Jahrgangs, der von Herrn Bruns unterrichtet wird, besichtigte am 20. Juni 2019 die serbisch-orthodoxe und griechisch-orthodoxe Kirche.

Der Anlass die orthodoxen Kirchen zu besichtigen war, dass sich der Kurs zuvor mit der katholischen und der evangelischen Kirche beschäftigt hatte, aber noch nicht mit der orthodoxen und da es auch orthodox Gläubige im Kurs gibt, wollten wir einen Exkurs in die Kirchen machen.

Als wir mit dem Bus ankamen, haben wir schon von außen Unterschiede feststellen können.

Die beiden Kirchen sind sich schon sehr ähnlich, es gibt jedoch kleinere Unterschiede, wie z.B., dass man bei den Griechen Stühle hat und bei den Serben nicht.

Auch wenn es bei den Griechen Stühle gibt, stehen die meisten Gläubigen während des Gottesdienstes durchgängig wie auch bei den Serben.

Was man als Merkmal bei den orthodoxen Kirchen erkennen konnte, waren die sehr wertvollen Ikonen.

Die Ikonen stellen Heilige dar und sind sehr wichtig für die Kirchen, da die orthodoxen Gläubigen in diesen Ikonen den Heiligen sehen und ihn verehren.

Außerdem ist ein Merkmal, dass vieles vergoldet ist und man den Priester hinter dem Altar nicht sehen kann, da sich davor die Ikonostase befindet.

Dies war für viele Schüler neu.

Beide Kirchen sind sehr schön, wir lernten viel Neues dazu.

Wir danken den Priestern, die uns die Möglichkeit gegeben haben, die Kirchen zu besichtigen.

Ebenso danken wir Herrn Bruns, der mit uns den Ausflug durchgeführt hat.

Es war uns eine Freude und den Kontakt zwischen den christlichen Konfessionen in Hannover sollten Religionskurse unserer Schule häufiger pflegen.

Natalija Sekulic und Maria Parthena Flampoulidou

Juniorwahl zur Europawahl 2019

Im Zuge der Europawahl 2019 fand zum wiederholten Male auch die Juniorwahl an unserer Schule statt. Die Herschelschule beteiligte sich somit an dem deutschlandweiten Projekt zur politischen Bildung, an dem bundesweit 2.760 Schulen mit über 617.000 wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern teilnahmen, um ein Zeichen für die Bedeutung von Wahlen für unsere Demokratie zu setzen.

Bei uns nahmen diesmal die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 11 teil. Von den insgesamt 272 Wahlberechtigten haben letztlich 226 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht, was einer Wahlbeteiligung von rund 83% entspricht. Damit lag die Wahlbeteiligung bei der Juniorwahl an der Herschelschule höher als im bundesweiten Durchschnitt (78,4%) und sogar weit über der Wahlbeteiligung bei den Europawahlen in Deutschland (61,5%). Wie auch bei den deutschlandweiten Juniorwahlen wurde auch bei uns an der Schule die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit rund 27% zur stärksten Kraft gewählt.

Das genaue Wahlergebnis unserer Herschels können sie der nachfolgenden Übersicht entnehmen sowie weitere Ergebnisse unter folgenden Links einsehen:

https://www.juniorwahl.de/europawahl-2019.html

https://www.bundeswahlleiter.de/europawahlen/2019/ergebnisse.html

Wir bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern für die rege Beteiligung, den Kolleginnen und Kollegen der Politikfachschaft für die Vorbereitung sowie unseren fleißigen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für die gelungene Durchführung. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Wahl an unserer Schule.

C. Perske

Theaterworkshop im Ballhof

„Das bürgerliche Trauerspiel in der Zeit der Aufklärung“ – das sieht auf den ersten Blick nicht wirklich nach einem interessanten Thema im Deutschunterricht aus. Da bietet der Einstieg in das Thema mit einem Theaterworkshop schon einmal eine Abwechslung vom drohenden, sich ewig ziehenden Deutschunterricht.

Zusammen mit unser Klassen- und Deutschlehrerin Frau Eckermann begaben wir, die Klasse 11C, uns am Montag, dem 20. Mai 2019 zum Ballhof Eins, wo uns ein Workshop mit dem verheißungsvollen Titel „Das 18. Jahrhundert: Von der Aufklärung zur Klassik“ erwartete.

Von der Theaterpädagogin Frau Jogschies wurden uns auf interaktive und interessante Weise die Lebensumstände und die Gepflogenheiten der Gesellschaft im 18. Jh. nahe gebracht. Vom Hofknicks und Verbeugung über ein Jahrhundert-Quiz bis hin zur Ständegesellschaft der Zeit bekamen wir einen tiefen Einblick in die deutsche Geschichte der 1700er Jahre.

So war dann auch die Entwicklung, die uns Frau Jogschies aufzeigte, für uns sehr nachvollziehbar: Aus einem Treffen zwischen einigen klugen Köpfen der Gesellschaft ergab sich der Wunsch, das einfache Volk, Bauern, Handwerker und alle anderen über Missstände der Gesellschaft aufzuklären. Der Adel verprasste das hart erarbeitete Geld des dritten Standes oder steckte es sich in die eigene Tasche und nutzten ihre Untertanen aus. Aber wie konnte man sich dagegen auflehnen, ohne dass man erwarten konnte, dass man verstehende Mitstreiter hat?

Aus dieser Frage ging die Idee hervor, das Volk durch Theaterstücke auf den egoistischen und willkürlich agierenden Adel aufmerksam zu machen. Nach einer bestimmten Formel wurde so eine Vielzahl an Stücken geschrieben, die nicht mehr die Erlebnisse und Heldentaten des Adels, sondern das Leben der normalen Bürger in den Vordergrund stellte – mit dem Adel als klaren Gegenspieler: Das bürgerliche Trauerspiel war geboren.

Und mit diesen Informationen schickte uns Frau Jogschies in Kleingruppen, in denen wir selbständig ein eigenes, kurzes bürgerliches Trauerspiel entwickeln sollten. Als wir nach einiger Zeit unsere Ergebnisse vorstellten, waren diese ziemlich ähnlich und doch jedes Mal interessant. Und für die kurze Zeit und mangelnde Erfahrung, Theaterstücke zu schreiben, waren die Ergebnisse sehr sehenswert. Obwohl die Stücke als Trauerspiele nicht besonders lustig konzipiert waren, gab es immer wieder Momente, in denen wir witzeln und lachen konnten.

Mit einem kurzen Ausblick auf die Zeit des Sturm und Drang und der Klassik endete unser Workshop. Und gerade durch diesen können wir wohl zuversichtlich sein, dass der folgende Unterricht zum Drama „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing doch nicht so langweilig wird, wie viele von uns anfangs wahrscheinlich erwartet hatten.

Yunis Foß, 11C

#Sprachlernendesspiel

Am 28. Mai 2019 haben wir unser Theaterprojekt in der Leonore-Goldschmidt-Schule präsentiert. Dort waren zehn Sprachlernklassen von der ganzen Region Hannover. Um 8 Uhr haben wir uns im Studio getroffen. Dort haben wir unsere letzte Probe gehabt. Um 9 Uhr sind wir zur Bahnhaltestelle gegangen. Zehn Minuten später sind wir in die Bahn eingestiegen. Mit dieser sind wir zum Hauptbahnhof gefahren. Dann sind wir in eine andere Bahn eingestiegen. Mit dieser Bahn sind wir in eine andere Bahn eingestiegen. Mit dieser Bahn sind wir zur Leonore-Goldschmidt-Schule gefahren. Die Schule war sehr groß, sie war dreimal größer als unsere Schule. In der Schule gab es eine große Bühne. Dann hat Frau Bitter unsere Positionen gezeigt. Dann sind wir zu unseren Plätzen gegangen. Wir waren die fünfte Gruppe. Alle waren sehr ängstlich, bis das Theaterstück zu Ende war. Die Aufführung war sehr gut. Dann sind wir nochmal zu unseren Plätzen gegangen. Alle waren sehr glücklich. Die anderen Gruppen waren auch gut. Als alle Gruppen fertig waren, haben wir ein Foto mit allen Gruppen zusammen gemacht.

von Angelos und Jaskaran

Quelle der Fotos: Frau Klatt (Bild 1 und 2), Leonore-Goldschmidt-Schule (Verantwortlich: Julian Mende)