„Aus der Ferne – Nachhall“

Das CRISPR.kollektiv setzt sich in seinem multimedialen Konzertprojekt „Aus der Ferne – Nachhall“ mit einem hochbrisanten Thema auseinander: Ende 2017 waren laut UNHCR 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht- die höchste Zahl, die jemals verzeichnet wurde. Die Schülerinnen und Schüler der Bläserklasse der Herschelschule Hannover vertonen in diesem Projekt als „Foley artists“ (Geräuschemacher) ausgewählte Filmszenen live nach.

Das Konzert findet am Sonntag, 17.11.2019, um 16.00 Uhr im Sprengel Museum Hannover statt (Eintritt 10€, ermäßigt 5€).

Der interdisziplinäre Ansatz, Musik und Film miteinander in Verbindung zu bringen, war auch wesentlicher Bestandteil eines Schulworkshops an der Herschelschule.
Luigi Nono, Paul Dessau, Iannis Xenakis – drei politisch aktive Komponisten, deren Lebenssituationen immer wieder von Migration und Ortswechseln bestimmt waren, bilden das Gerüst des Projekts. Ergänzt wird das Programm durch zwei Uraufführungen von Snezana Nesic und Sebastian R. A. Wendt sowie durch Videosequenzen und Visualisierungen. Es erwartet Sie ein visuelles Klangabenteuer!

Programm:
Luigi Nono – Für Paul Dessau (1974)
Paul Dessau – Guernica (1937)
Xenakis – Zyia (1952)
Sebastian R. A. Wendt – Die schweigende Mehrheit (UA, 2019)
Snezana Nesic – Lichtfanfare (UA, 2019)
Luigi Nono – A Pierre. Dell’Azzurro Silenzio, Inquietum (1985)

Inga Balzer – Sopran
Anne Bischof – Querflöte, Bassflöte
Sebastian Wendt – Bassklarinette, Kontrabassklarinette, Basssaxophon
Tilman Wolf – Klavier, Rhodes
Tim Pauli – Klangregie
Kaspar Kuoppamäki – Video

Das Konzert wird gefördert von Musik 21 Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen sowie der Klosterkammer Hannover.

„Um Guts zu tun, braucht’s keiner Überlegung.“

Johann Wolfgang von Goethe hat schon gesagt: „Um Guts zu tun, braucht’s keiner Überlegung.“

So hat die Herschelschülerin Sára nicht lange überlegen müssen und hat für einen guten Zweck Musik gemacht. Mit ihrer Gitarre im Schlepptau unterstützte sie das Sommerfest der bilingualen Kita Solecitos e.V., spielte und sang ihre selbst komponierten Lieder. Grund für ihren Einsatz ist ein Sommerfest, das von der Elternschaft organisiert wurde, um die nötigen Mittel für eine krebskranke Erzieherin erzielen zu können. Für sie komponierte Sára sogar eigens für diesen Anlass einen eigenen Song. Der Auftritt von ihr war äußerst bewegend und hat allen Gästen sehr gefallen. Wir danken Sára dafür, dass sie die Herschelklänge in ganz Hannover verteilt und dabei noch so einem guten Zweck dient.

Herschelige Novemberklänge

Schöne, abwechslungsreiche Stücke, dazu die entsprechende Begeisterung bei den jungen Musikern: Die Herschel Big Band, die Big Band Berenbostel und das da capo orchestra begeisterten die Zuschauer der vollbesetzten Aula der Herschelschule, am 04.11.2019, mit einem vielfältigen Programm.

Hier einige Impressionen des Abends:

Fotos: Michelle Mildner

The Moon & Miss Herschel

Am Donnerstag, den 24.10.2019, hat die Sevenoaks Theatre Company „The Moon and Miss Herschel“, ein Theaterstück über die beiden Namensgeber unserer Schule, bei uns in der Aula in englischer Sprache aufgeführt. Die Schülerinnen und Schüler der Herschelschule waren begeistert von der Umsetzung des Stücks.


Hier ein kleiner Einblick in die Handlung des Stücks:

The Sevenoaks School Theatre Company is an ensemble made of students from Sevenoaks School aged 15-18. The company bring a different touring show to various schools and venues in Germany every two years – a tradition established over the past 40 years. Their work is renowned for its dynamic and engaging staging, and its entertaining and enlightening material. 

Hier einige Impressionen des Theaterstücks:

Die Herschel-Studienwoche 2019

Getreu dem Motto „diversity@school“ gab es in der diesjährigen Studienwoche wieder vielfältige Angebote und Veranstaltungen unterschiedlicher Natur, die die gesamte Schule in eine Oase des Entdeckens verwandelten. Während die 5.Klassen in einer intensiven Kennenlernwoche unter anderem in den Höhen des Hochseilgartens der Eilenriede gemeinsam kletterten, lernten sich 6.Klassen auf den Klassenfahrten an verschiedenen Orten Deutschlands näher kennen. Neben vielen Präventionsprogrammen zu den Themen Gewalt und Konsummittel, konnte der gesamte 7. Jahrgang im IuK-Unterricht seine Medienkompetenz weiter vertiefen. Bei der diesjährigen Berufsorientierung lernten die 9. Klassen, wie wichtig es ist, sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, welche Berufsfelder für sie in Frage kommen und welcher Kompetenzen diese bedürfen. Die 11. Klassen versuchten sich während eines zweiwöchigen Betriebspraktikums bei der Erkundung unterschiedlicher Berufe und konnten an verschiedenen Standorten in Hannover und der Region erste Berufspraxis sammeln. 

Außerdem machten unsere Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge unter anderem eine Fahrradtour zum Silbersee, erkundeten den Erlebniszoo, schulten ihr Hör-Sehverstehen im Kino oder bauten ihre Muskeln bei einer Kanu-Rund-Tour auf. Beim Besuch des Schulbiologiezentrums, der Erkundung des phaeno in Wolfsburg, des Klimahauses Bremerhaven oder des Science Center „Universum Bremen“ zeigten die Herschelkids, dass man auch außerhalb der Schule und von überall aus lernen kann. Voraussetzung ist jedoch immer nur eins – GEMEINSCHAFT! Zusammen sind wir eben stark – egal ob in oder außerhalb der Herschelschule. Wir freuen uns alle schon auf die Studienwoche im nächsten Jahr! 

Hier folgen einige Impressionen der Studienwoche 2019:

„Ich möchte selbst nach meinem Tod weiterleben!“

Wie lange kann ein Mensch den Atem anhalten, ohne zu ersticken?

Dienstag, 25. Juni 2019, 9.50 Uhr, Aula der Herschelschule Hannover, wenige Minuten vor Einlass des Publikums: 

Die Spielerinnen und Spieler des Profilkurses DS Jg.9 machen sich bereit, folgen der Anweisung ihres Lehrers B. Bruns, unter dessen Leitung das Stück „Das Tagebuch der Anne Frank“  zur Aufführung kommen soll: „Zieht euch jetzt eure Jacken an!“ Die Mitglieder des Ensembles gehen über in die konkrete Einfühlung in ihre Rollen, vergessen die hochsommerlichen Temperaturen, schlüpfen in dicke dunkle Jacken, alle mit einem gelben Davidstern versehen, links, wo das Herz sitzt; greifen nach Taschen und Koffern, beziehen Position. Bei noch verdunkelter Bühne wird das Publikum abrupt eingestimmt auf das Thema, die Aktualität des Stückes: Scheinbar nüchtern wird von einer klaren Stimme eine Vielzahl von Übergriffen von Seiten rechtsnationaler Gruppen aus der jüngeren und jüngsten deutschen Gegenwart aufgelistet. Dann schlägt eine Kirchenglocke mehrere Male – das ist das Signal: Die Figuren betreten stolpernd, verunsichert, tastend die Bühne, von jetzt an ist dies ihr neuer, beengter Lebensraum, in dem sie sich nach und nach einrichten. Während sie ihre Mäntel ablegen, sich umschauen, erschöpft Platz nehmen, wird zeitgleich der erste Tagebucheintrag aus Annes Tagebuch eingespielt – auch unvorbereitete Zuschauer sind spätestens jetzt über die wesentlichen historischen Fakten informiert: das Schicksal der Familie Frank, deren Emigration nach Holland im Jahr 1933, den Überfall Hitlers auf die Niederlande im Mai 1940, einen Monat vor Annes 11. Geburtstag; Ausgrenzung, Diskriminierung, Ghettoisierung, alles dokumentiert in Annes Tagebuch: „Wir durften nicht mal auf der sonnigen Seite der Straße gehen.“; schließlich die übereilte Flucht in das geheime Hinterhaus. Von nun an wird der Zuschauer konfrontiert mit einem Leben auf engstem Raum – das Bühnenbild zeigt vor dunklem Hintergrund mehrere kleine Tischgruppen, mittig auffallend ein weißes Sofa – im Verlauf der Handlung werden dies winzige Zentren mit der Möglichkeit zum Rückzug in eine mit Mühe aufrechterhaltene Privatheit, zu gemeinsamer Kommunikation, zu sozialem Miteinander und Gegeneinander, zu sich langsam herausbildender Freundschaft und erster Liebe zwischen Anne und Peter (Osman/Martin). Der Wechsel zwischen Dunkelheit, Zwielicht und Helligkeit, Starre und Bewegung, begütigender Harmonisierung (konsequent gespielt von Michael als Otto Frank), lebendigem Aufbegehren und Festhalten an Träumen (durchgängig überzeugend und mitreißend: Emma als Anne Frank) – all dies bietet das gelungene Zusammenspiel von durchgängig punktgenau arbeitender Technik und textsicherem Ensemble. Der zermürbende Alltag auf Zehenspitzen, das Leben zwischen Angst und Hoffnung, von allen Figuren individuell gespiegelt, führt zu Hilflosigkeit (Andreea/Ilayda als Margot Frank), lautem Streit (Ufuk und Hevi/Melando und Michelle als Ehepaar van Daan) und Verstummen (Kumru/Vanessa als Edith Frank). Die immer wieder eingeforderte überlebensnotwendige Stille im Hinterhaus wird nur unterbrochen durch die beiden einzigen Verbindungen zur Außenwelt: Da sind die beiden treuen Helfer Miep (Eda/Dilan) und Kraler (Ali), angekündigt durch eine schrille Klingel und dann das Radio – mehr als nur ein Requisit bietet es publikumswirksam authentische Wiedergabe historischer Botschaften der BBC, Eisenhowers D-Day-Speech. In die Ruhe der vorletzten Szene – Margot, Peter und Anne essen frische Erdbeeren, die Erwachsenen spielen Karten- dringen in hierzu  scharfem Kontrast, der das Publikum quasi explodieren lässt, brutal und laut Nazioffiziere ein (Melando, Martin/Osman, Ali) – treiben die Menschen aus dem Versteck, es wird dunkel, man hört nur noch das zunehmend lauter werdende Geräusch einer Lokomotive.

Noch einmal kommt Licht auf die Bühne: Otto Frank, der einzige Überlebende, betritt zögernd das ehemalige Versteck, hebt herumliegende Schuhe auf, und dann Annes Tagebuch: „Ich möchte selbst nach meinem Tod weiterleben!“

Die heutige Aufführung hat dazu beigetragen.

G.-A. Kobs

Exkursion in das Orthodoxe Zentrum am Mengendamm

Der Religionskurs des 8. Jahrgangs, der von Herrn Bruns unterrichtet wird, besichtigte am 20. Juni 2019 die serbisch-orthodoxe und griechisch-orthodoxe Kirche.

Der Anlass die orthodoxen Kirchen zu besichtigen war, dass sich der Kurs zuvor mit der katholischen und der evangelischen Kirche beschäftigt hatte, aber noch nicht mit der orthodoxen und da es auch orthodox Gläubige im Kurs gibt, wollten wir einen Exkurs in die Kirchen machen.

Als wir mit dem Bus ankamen, haben wir schon von außen Unterschiede feststellen können.

Die beiden Kirchen sind sich schon sehr ähnlich, es gibt jedoch kleinere Unterschiede, wie z.B., dass man bei den Griechen Stühle hat und bei den Serben nicht.

Auch wenn es bei den Griechen Stühle gibt, stehen die meisten Gläubigen während des Gottesdienstes durchgängig wie auch bei den Serben.

Was man als Merkmal bei den orthodoxen Kirchen erkennen konnte, waren die sehr wertvollen Ikonen.

Die Ikonen stellen Heilige dar und sind sehr wichtig für die Kirchen, da die orthodoxen Gläubigen in diesen Ikonen den Heiligen sehen und ihn verehren.

Außerdem ist ein Merkmal, dass vieles vergoldet ist und man den Priester hinter dem Altar nicht sehen kann, da sich davor die Ikonostase befindet.

Dies war für viele Schüler neu.

Beide Kirchen sind sehr schön, wir lernten viel Neues dazu.

Wir danken den Priestern, die uns die Möglichkeit gegeben haben, die Kirchen zu besichtigen.

Ebenso danken wir Herrn Bruns, der mit uns den Ausflug durchgeführt hat.

Es war uns eine Freude und den Kontakt zwischen den christlichen Konfessionen in Hannover sollten Religionskurse unserer Schule häufiger pflegen.

Natalija Sekulic und Maria Parthena Flampoulidou

Juniorwahl zur Europawahl 2019

Im Zuge der Europawahl 2019 fand zum wiederholten Male auch die Juniorwahl an unserer Schule statt. Die Herschelschule beteiligte sich somit an dem deutschlandweiten Projekt zur politischen Bildung, an dem bundesweit 2.760 Schulen mit über 617.000 wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern teilnahmen, um ein Zeichen für die Bedeutung von Wahlen für unsere Demokratie zu setzen.

Bei uns nahmen diesmal die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 11 teil. Von den insgesamt 272 Wahlberechtigten haben letztlich 226 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht, was einer Wahlbeteiligung von rund 83% entspricht. Damit lag die Wahlbeteiligung bei der Juniorwahl an der Herschelschule höher als im bundesweiten Durchschnitt (78,4%) und sogar weit über der Wahlbeteiligung bei den Europawahlen in Deutschland (61,5%). Wie auch bei den deutschlandweiten Juniorwahlen wurde auch bei uns an der Schule die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit rund 27% zur stärksten Kraft gewählt.

Das genaue Wahlergebnis unserer Herschels können sie der nachfolgenden Übersicht entnehmen sowie weitere Ergebnisse unter folgenden Links einsehen:

https://www.juniorwahl.de/europawahl-2019.html

https://www.bundeswahlleiter.de/europawahlen/2019/ergebnisse.html

Wir bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern für die rege Beteiligung, den Kolleginnen und Kollegen der Politikfachschaft für die Vorbereitung sowie unseren fleißigen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für die gelungene Durchführung. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Wahl an unserer Schule.

C. Perske

Theaterworkshop im Ballhof

„Das bürgerliche Trauerspiel in der Zeit der Aufklärung“ – das sieht auf den ersten Blick nicht wirklich nach einem interessanten Thema im Deutschunterricht aus. Da bietet der Einstieg in das Thema mit einem Theaterworkshop schon einmal eine Abwechslung vom drohenden, sich ewig ziehenden Deutschunterricht.

Zusammen mit unser Klassen- und Deutschlehrerin Frau Eckermann begaben wir, die Klasse 11C, uns am Montag, dem 20. Mai 2019 zum Ballhof Eins, wo uns ein Workshop mit dem verheißungsvollen Titel „Das 18. Jahrhundert: Von der Aufklärung zur Klassik“ erwartete.

Von der Theaterpädagogin Frau Jogschies wurden uns auf interaktive und interessante Weise die Lebensumstände und die Gepflogenheiten der Gesellschaft im 18. Jh. nahe gebracht. Vom Hofknicks und Verbeugung über ein Jahrhundert-Quiz bis hin zur Ständegesellschaft der Zeit bekamen wir einen tiefen Einblick in die deutsche Geschichte der 1700er Jahre.

So war dann auch die Entwicklung, die uns Frau Jogschies aufzeigte, für uns sehr nachvollziehbar: Aus einem Treffen zwischen einigen klugen Köpfen der Gesellschaft ergab sich der Wunsch, das einfache Volk, Bauern, Handwerker und alle anderen über Missstände der Gesellschaft aufzuklären. Der Adel verprasste das hart erarbeitete Geld des dritten Standes oder steckte es sich in die eigene Tasche und nutzten ihre Untertanen aus. Aber wie konnte man sich dagegen auflehnen, ohne dass man erwarten konnte, dass man verstehende Mitstreiter hat?

Aus dieser Frage ging die Idee hervor, das Volk durch Theaterstücke auf den egoistischen und willkürlich agierenden Adel aufmerksam zu machen. Nach einer bestimmten Formel wurde so eine Vielzahl an Stücken geschrieben, die nicht mehr die Erlebnisse und Heldentaten des Adels, sondern das Leben der normalen Bürger in den Vordergrund stellte – mit dem Adel als klaren Gegenspieler: Das bürgerliche Trauerspiel war geboren.

Und mit diesen Informationen schickte uns Frau Jogschies in Kleingruppen, in denen wir selbständig ein eigenes, kurzes bürgerliches Trauerspiel entwickeln sollten. Als wir nach einiger Zeit unsere Ergebnisse vorstellten, waren diese ziemlich ähnlich und doch jedes Mal interessant. Und für die kurze Zeit und mangelnde Erfahrung, Theaterstücke zu schreiben, waren die Ergebnisse sehr sehenswert. Obwohl die Stücke als Trauerspiele nicht besonders lustig konzipiert waren, gab es immer wieder Momente, in denen wir witzeln und lachen konnten.

Mit einem kurzen Ausblick auf die Zeit des Sturm und Drang und der Klassik endete unser Workshop. Und gerade durch diesen können wir wohl zuversichtlich sein, dass der folgende Unterricht zum Drama „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing doch nicht so langweilig wird, wie viele von uns anfangs wahrscheinlich erwartet hatten.

Yunis Foß, 11C